Wegen der Verlegung der Gashochdruckleitung muss das Galvanik-Unternehmen seinen Lieferverkehr neu organisieren. Foto: Sven Prillwitz

Lüdenscheid. (PSL) Für die Verlegung einer neuen Gashochdruckleitung muss die Altenaer Straße im Bereich der Talbrücke Rahmede an zwei Stellen aufgerissen werden. Während eine Baustelle für die Tiefbauarbeiten bereits eingerichtet ist, lässt die andere noch auf sich warten. Der Grund: Ein von den Auswirkungen der Baustelle direkt betroffenes Unternehmen benötigt Zeit, um den Lieferverkehr vorübergehend anderweitig zu organisieren. Deswegen wird die Baustelle am kommenden Freitag, 4. November, in Höhe der Firma (Hausnummer 202) aufgebaut und eine halbseitige Sperrung eingerichtet. Auf den Zeitplan – Fertigstellung der Arbeiten bis zum 9. Dezember – soll die Verschiebung keine Auswirkungen haben, teilt der Fachdienst Bauservice der Stadt Lüdenscheid mit.

Die Baustelle wird auf einer Länge von rund 70 Metern eingerichtet – unmittelbar in Höhe der Galvanik an der Altenaer Straße. Weil die Zufahrt zu dem Grundstück durch die Baustelle erheblich erschwert wird, trifft das Unternehmen Vorbereitungen, um die An- und Ablieferung in den kommenden Wochen auf anderem Wege sicherzustellen.

Hier wird die Altenaer Straße nur halbseitig befahrbar sein. Foto: Sven Prillwitz

Im Baustellenbereich wird die Fahrbahn in Richtung Innenstadt für Tiefbauarbeiten gesperrt. Eine Baustellenampel regelt in dieser Zeit den Verkehr an der Engstelle. Weil die Altenaer Straße hier in beide Richtungen nur einspurig befahrbar ist und Firmengebäude auf beiden Seiten den Straßenraum begrenzen, ist die halbseitige Sperrung laut Fachdienst Bauservice alternativlos.

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Anders sieht das bei der bereits aufgebauten Baustelle in Höhe der Altenaer Straße 196 und der Bushaltestelle „Im Wiesental“ aus. Hier wird die Straße ebenfalls in Fahrtrichtung City aufgerissen. Aber: An dieser Stelle kann ein Seitenstreifen als Fahrbahn genutzt werden. Eine Verschwenkung der Fahrbahn ermöglicht hier also während der Bauarbeiten den Verkehrsfluss in beide Richtungen.

Die neue Gashochdruckleitung besteht aus verstärkten Rohrwänden und soll in größerer Tiefe verlegt werden als die aktuelle. Damit soll sie ausreichend vor den Erschütterungen geschützt sein, die die Sprengung und das Zusammenstürzen der Talbrücke Rahmede hervorrufen werden. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die Westnetz GmbH bei einem Ingenieursbüro in Auftrag gegeben hat. Die neue Leitung werde größtenteils – über eine Strecke von rund 200 Metern – unterirdisch verlegt.

Der Fachdienst Bauservice hat die Maßnahmen mit Polizei, Feuerwehr und Märkischer Verkehrsgesellschaft (MVG) abgestimmt. Die Verlegung der neuen Gashochdruckleitung soll bis zum 9. Dezember abgeschlossen sein. Bis dahin sind die beiden etatmäßigen Bushaltestellen „Im Wiesental“ wegen der Bauarbeiten gesperrt. Die MVG richtet für diesen Zeitraum in Höhe der Hausnummern 192 und 227 Ersatzhaltestellen ein. Diese befinden sich in unmittelbarer Nähe der provisorischen Querungshilfen, die der Fachdienst Bauservice für Fußgänger auf der Altenaer Straße installieren lässt.