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Foto: DRK Plettenberg

Plettenberg. Das Deutsche Rote Kreuz geht in die Luft und hält ab sofort eine „Schnelleinsatzgruppe Drohne“ vor.

Über die Leistungsfähigkeit und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten konnten sich Bürgermeister Ulrich Schulte, Vertreter der Feuerwehr und der Polizei am DRK-Haus auf der Ratschelle informieren.

Neben der Suche von vermissten Personen kann die Drohne wertvolle Bilder von Bränden für die Feuerwehr liefern. Möglich macht dies eine hochauflösende Wärmebildkamera, die neben einer optischen Kamera in der Drohne verbaut ist. Neben Bildern und Videos kann mit der Drohne auch die Temperatur auf einem Bildausschnitt ermittelt werden.
Auf diese Art kann die Feuerwehr gezielt Kräfte zur Brandbekämpfung einsetzen und gegen Schadfeuer vorgehen.

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Im Rahmen der Personensuche lassen sich mit der Wärmebildkamera menschliche Konturen beispielsweise in einem Wald darstellen. Rettungskräfte sind so in der Lage, schnell zu vermissten Personen zu gelangen und ihnen notwendige medizinische Hilfe zukommen zu lassen.

Zudem können mit einer Drohne bei Naturkatastrophen schnell und ohne Gefährdung des Personals Bilder zur Ermittlung des Schadens erstellt werden.

Nach einer Präsentation konnten sich die Anwesenden natürlich ein persönliches Bild von der Drohne im Einsatz machen. Anhand eines festgelegten Schemas wurde eine Fabrikhalle abgeflogen und so dargestellt, wie Bilder bei einem Fabrikbrand erstellt werden.

Foto: DRK Plettenberg

Die Mitglieder der neu gebildeten Schnelleinsatzgruppe (SEG) Drohne sind bereits seit Anfang Juni aktiv. Am Pfingstwochenende fand in Plettenberg eine Schulung der Helfer statt, bei der neben theoretischen Inhalten zum Luftrecht, zur Meterologie und zur Anwendung von Drohnen im Katastrophenschutz auch die Praxis eine große Rolle spielte. An vielen Stellen des Plettenberger Stadtgebiets wurde geübt, um für den Einsatz gerüstet zu sein. So konnten die Helfer am Albert-Schweitzer-Gymnasium die Erstellung eines 3D-Modells in der Praxis üben. Die Lagedarstellung bei einem Brand wurde in (bzw. über) einer leerstehenden Fabrik am Friedhahn geprobt.
Die Stadt Plettenberg, als Eigentümerin der Immobilien, hatte hierzu dankenswerterweise ihre Erlaubnis erteilt.

Die Schnelleinsatzgruppe Drohne besteht übrigens nicht nur aus Mitgliedern des heimischen DRK-Ortsvereins. Neben sechs Helfern des Roten Kreuzes wurde am Pfingstwochenende auch ein Mitglied der Plettenberger Feuerwehr geschult.

Ermöglicht wurde die Anschaffung der Drohne durch eine Spende der Volksbank in Südwestfalen.

Quelle: Pressemitteilung des DRK Plettenberg

 

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