Die neue Ausstellung wurde am 11. Juni eröffnet. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Ein Pinguin schaut versonnen den fliegenden Vögeln nach. Zufrieden mit dem Leben? „Nur fliegen ist schöner“, scheint der kleine Seevogel zu denken. Bewohnerinnen und Bewohner des Johannes-Busch-Wohnverbundes haben einem einen inklusiven Malworkshop des Lüdenscheider Ateliers „X-Mal“ teilgenommen. Unter Anleitung von Elkse Langs und Barbara Görlich-Schlüter sind dabei schöne Bilder zum Thema „Nur fliegen ist schöner“entstanden. Seit 11, Juni sind sie im Café „Der kleine Prinz“ an der Luisenstraße zu sehen.

An den legendären Werbespruch für die Opel GT, mit dem der Rüsselsheimer Autobauer 1968 Autoliebhaber überraschte, werden die dabei wohl kaum gedacht haben. Zu unterschiedlich sind die Bilder, die bei einer Vernissage am 11. Juni erstmals gezeigt wurden. Magische Farbgebung, die einen Blick ins All eröffnet, bunte Ballons, Möwen am Strand und mehr: Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Thomas Wewers, Leiter der integrativen Kulturwerkstatt „Alte Schule“, bei der Vernissage am 11. Juni. Foto: Wolfgang Teipel

Die Bilder kommen an. Einige sind bereits verkauft. Auch Thomas Wewers, Leiter der integrativen Kulturwerkstatt „Alte Schule“, hat bereits eins der Werke erworben. Das hat bei ihm Tradition. Der Erlös geht an die Ukrainehilfe. Dafür gab’s bei der Vernissage kräftigen Applaus.

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Für Thomas Wewers ist Kultur ein wichtiges Mittel zur Inklusion. „Der Mensch mit Behinderung erlebt sich im kulturschaffenden, künstlerischen Prozess nicht defizitär, sondern als schöpferisch. Die individuelle Entwicklung erfährt die für den Weg der Integration unerlässliche Stabilität und Reife.

Als tragendes Fundament ist die Bereitschaft und Haltung unabdingbar, dass die Förderung der kulturellen Arbeit ein nicht mehr wegzudenkender Bereich bei der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung ist“, schreibt er auf der Internetseite der Kulturwerkstatt „Alte Schule“ www.kulturarbeit.com

In der kulturellen Arbeit liege ein unerschöpfliches Potential dem Integrationsgedanken ein fruchtbares Feld zu bereiten.

 

 

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