Auf diesem Hinweisschild wird über die historischen Zusammenhänge informiert. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Neue Sichtachsen und Weitblicke sind an der Burg Altena entstanden. Sie sind das Ergebnis monatelanger Arbeiten im Zusammenhang mit der Attraktivitäts-Steigerung für den historischen Weyhe-Park.

Wer regelmäßig auf den Wegen rund um die Burg Altena unterwegs ist, der hat es gemerkt: In den vergangenen Monaten hat sich hier eine Menge getan. Besonders auffällig ist die neue Sichtachse ins Nettetal auf der Ostseite des historischen Gebäudes. Der Blick geht direkt zum Steinbruch, von dem die Grauwackesteine für den Wiederaufbau der Burg Altena zu Beginn des 20. Jahrhunderts geholt wurden.

Landschaftsarchitektin Alexandra Weber vom Gebäudemanagement des Märkischen Kreises, die die Maßnahmen koordiniert, erklärt: „Die Bäume an dieser Stelle waren Bergahorne mit Rußrindenkrankheit. Das ist eine Pilzerkrankung, die zum Absterben der Bäume führt. Aus Verkehrssicherungsgründen mussten die abgestorbenen Bäume gefällt werden, dadurch haben sich die neuen Blickachsen ergeben So konnten wir die Trasse der historischen Materialseilbahn für die Besucher des Weyhe-Parks wieder sichtbar machen.“ An einer Stelle ist noch ein Fundament der Seilbahn zu sehen. Dort informiert eine Tafel über die historischen Zusammenhänge.

Bänke laden zum Verweilen ein

Auf den Wegen rund um die Burg sind neue Sichtachsen auf das historische Gemäuer entstanden. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis

Einen interessanten Blick gibt es auch vom Heckenplateau an der Südseite, das von alten Hainbuchen umrahmt ist. Dort steht die Ziegelsteinskulptur von Hannes Forster aus dem Jahr 2015. Das Kunstwerk bezieht sich auf die Stützpfeiler und Bögen der Burgmauern. Jetzt können Spaziergänger von dort auf den mächtigen Wehrbau schauen.

Auf dem Heckenplateau und an verschieden anderen Stellen stehen jetzt neue Bänke, die zum Verweilen einladen. An der Ost- und Südseite wurden die Wege und Treppen erneuert, Handläufe und Papierkörbe installiert. Alexandra Weber: „Im nächsten Schritt planen wir noch Schilder aufzustellen, die mit Hilfe von QR-Codes über die Flora und Fauna informieren.“ Auch Photopoints soll es an attraktiven Standorten geben. Außerdem laufen zurzeit die Planungen für den Umbau des Spielplatzes unterhalb des Restaurants.

Die Gelder für die Umbaumaßnahmen stammen unter anderem aus dem Programm „Heimat-Zeugnis“ des Landes NRW. Die Märkische Kulturstiftung Burg Altena hat Fördergelder vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung erhalten, um die Burg Altena und den umliegenden Park didaktisch und medial aufzuwerten.

Der Weyhe-Park

Die Bezeichnung „Weyhe-Park“ bezieht sich auf den königlichen Gartendirektor Maximilian Friedrich Weyhe. Dieser plante ab 1843 im Auftrag des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV.  eine Parkanlage für den Altenaer Burgberg mit Promenadenwegen, Aussichtspunkten und begleitenden Pflanzungen. Allerdings verwilderte der Park wegen nicht ausreichender Pflege. Seit einigen Jahren finden umfangreiche Maßnahmen statt, um den Park für die Besucher wieder attraktiv zu machen.

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