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Neue Angebote erleichtern den Kita-Einstieg. Foto: PSL

Lüdenscheid. (PSL) In den beiden städtischen Familienzentren Hebberg und Gevelndorf gibt es im zweiten Jahr in Folge niedrigschwellige Angebote, die Familien mit Kindern unterstützend begleiten und mit ihnen den Zugang zur Betreuung in Kindertageseinrichtungen vorbereiten. Das Premierenjahr wertet die Stadt Lüdenscheid als vollen Erfolg. In Kürze könnte ein weiterer Standort hinzukommen.

85 Prozent der Kinder vermittelt

85 Prozent der Kinder, die das Angebot im vergangenen Kita-Jahr wahrgenommen haben, wurden in eine Einrichtung vermittelt. „Das ist eine tolle Quote“, sagt Ursula Speckenbach, Fachdienstleisterin Jugendamt – Kindertageseinrichtungen. Die übrigen 15 Prozent nutzen das niedrigschwellige Angebot auch im neuen Kita-Jahr in den Familienzentren Hebberg und Gevelndorf.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Hier sind Anfang September drei neue Gruppen gebildet worden, die von vier pädagogischen Fachkräften betreut werden. Die Kinder sind wie schon im Vorjahr zwischen vier und sechs Jahre alt. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Eltern besuchen die Kinder an vier Tagen in der Woche vormittags Spielgruppen. Zum Programm gehören außerdem Ausflüge und der gezielte Einsatz von Sprache.



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Programm “Brücken bauen in frühe Bildung”

Mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ fördert das Bundesfamilienministerium in ganz Deutschland diese niedrigschwelligen Angebote. Mit dem Geld finanzieren die Kommunen die Bildung einer Koordinierungs- und Netzwerkstelle sowie vier Fachkräfte für die Betreuung der Mädchen und Jungen. Außerdem können mit den Fördermitteln zusätzliche Ausgaben für Projekte bezahlt werden. Das Familienministerium fördert von 2017 bis 2020 rund 150 Standorte bundesweit.

Das Programm richtet sich an Kinder und Familien, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht wurden. Dabei kann es sich um Familien handeln, die in ökonomischen Risikolagen, familiärer Bildungsbenachteiligung oder stark belasteten Sozial- und Wohnverhältnissen leben.

Nachfrage nach Plätzen weiter hoch

Auch Kinder mit Migrations- und Fluchthintergrund finden bislang – trotz bestehenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz – nur schwer Zugang zur Kindertagesbetreuung. Dabei profitieren gerade sie vom Besuch einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle, denn unter Kindern lernen sie schnell die deutsche Sprache und knüpfen Kontakte.

Die Nachfrage nach Kita-Plätzen ist in Lüdenscheid ungebrochen hoch. Aus diesem Grund und weil die Stadt mit dem SOS-Familienzentrum „Kindervilla“ an der Freiherr-vom-Stein-Straße einen weiteren Kooperationspartner gefunden hat, sollen dort in Kürze weitere Angebote für Kinder und deren Familien stattfinden.

Für Fragen zum dem Angebot steht Ursula Speckenbach Interessierten als Ansprechpartnerin unter Tel. 02351/17-2366 zur Verfügung.

 

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