Werben für die Biparcours-Touren zum Thema Nachhaltigkeit (v.l.). Eva Linn und Dr. Dagmar Lehmann vom städtischen „Team digital“, die Studierenden Joshua Jost und Virginia Latton, FH-Dozent Bernhard Oberle und Lea Schnippering von der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Iserlohn. Bild: Stadt Iserlohn

Iserlohn. „Global denken – lokal handeln“ ist lange schon eine Grundidee von Nachhaltigkeitsbemühungen. Aber wo lassen sich denn nun in Iserlohn die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen konkret und praktisch entdecken? – Dieser Frage gingen Studierende der Fachhochschule Südwestfalen unterschiedlicher Fachrichtungen nach. Auch wenn die beteiligten Studiengänge (Bio- und Nanotechnologien, Werkstoffe u. Oberflächen und Life Science Analytics) Nachhaltigkeit nicht als Schwerpunkt hatten, so wurde schnell deutlich, dass niemand um das Thema herum kommt.

Im Rahmen des FH-Praxismoduls „Umwelt und Nachhaltigkeit“ erstellten die Studierenden sieben Biparcours-Touren durch Iserlohn zu den Themenbereichen Nachhaltiger Konsum, Gesundheit, Armut, Ressourcen und Wirtschaft. Biparcours sind digitale Lernwerkzeuge, mit denen Themenrallyes erstellt und per Smartphone genutzt werden können. Die Rundgänge orientieren sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDG). Es soll dabei der Bezug zwischen Nachhaltigkeitszielen und praktischen Leben deutlich werden. Und das geht so:

Interessierte laden die App Biparcours, scannen den QR-Code einer Tour oder geben bei der Suche Iserlohn ein und starten die Rallye. Die Spielerinnen und Spieler suchen – vom Smartphone geleitet – verschiedene Orte zu ihrem gewählten Themengebiet auf. Dort gibt es passende Informationen, Fragen und kleine Aufgaben zu lösen, die dann in eine Gesamtwertung einfließen.

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Viele der Nachhaltigkeitsziele spielen eine wichtige Rolle bei der Stadtentwicklung. Im städtischen Waldstadtlabor in der Iserlohner Innenstadt wird daher für die Themen einer nachhaltigen Stadtentwicklung sensibilisiert und diskutiert. Das Waldstadtlabor war auch ein wichtiger Anlaufpunkt für die Studierenden bei der Vorbereitung ihrer Arbeiten, denn die Inhalte der SDG-Touren sind eng mit den Wirkungsbereichen des Waldstadtlabors verknüpft.

Auch die Abteilung Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Iserlohn wurde in der Vorbereitung besucht, um über kommunale Nachhaltigkeitsthemen zu sprechen. Weitere Anlaufstellen waren beispielsweise Stadtwerke, landwirtschaftliche Betriebe, Verbraucherzentrale und die Diakonie.

Gemeinsam mit Dr. Dagmar Lehmann und Eva Linn vom „Team digital“ des Smart City Projekts Iserlohn und Lea Schnippering von der städtischen Abteilung Umwelt- und Klimaschutz stellten FH-Dozent Bernhard Oberle und am Projekt beteiligte Studierende im Rahmen eines Pressetermines am Dienstag (9. August) die Biparcours-Touren und die damit einhergehenden Nachhaltigkeitsspaziergänge vor.

Es ist ihr gemeinsames Anliegen, die SDG-Touren der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie in der Zukunft vielleicht durch weitere Rundgänge zu erweitern.

Für weitere Informationen und Fragen stehen Dr. Dagmar Lehmann (Waldstadtlabor, Telefon 02371 217-2424) und Lea Schnippering (Telefon 02371 217-2396) sowie FH-Dozent Bernhard Oberle (Telefon 02371 219-4107) gern zur Verfügung.

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