Mit symbolischem Schleifchen: Hede Edelhoff (links), Leiterin des Fachdienstes Bauordnung der Stadtverwaltung, überreichte Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, den genehmigten Bauantrag. Foto: PSL

Lüdenscheid. (PSL) Das Brandschutzkonzept für das Haupthaus des Klinikums Hellersen steht: Am Freitag, 27. August, hat die Stadt Lüdenscheid Vertretern der Märkische Kliniken GmbH den genehmigten Bauantrag überreicht, den beide Seiten zuvor gemeinsam erstellt hatten. Im Zusammenhang mit dem Bauantrag wird auch die zeitliche Umsetzung zur Ertüchtigung des Brandschutzes geregelt. In einigen Jahren soll das Haupthaus auf dem neuesten Stand der Technik sein. Mit der Genehmigung enden langwierige komplizierte Verhandlungen – und eventuell auch juristische Auseinandersetzungen.

Wichtiges Etappenziel erreicht

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit konstruktiver Zusammenarbeit und der jetzt erfolgten Genehmigung ein erfreuliches, großes und wichtiges Etappenziel erreicht haben“, teilten die Stadt Lüdenscheid und die Märkischen Kliniken anschließend mit. Beide Seiten sprachen von einem wichtigen Ergebnis für den Märkischen Kreis und die gesamte Region, denn das Klinikum in Lüdenscheid deckt als einziges Krankenhaus in ganz Südwestfalen die Maximalversorgung von Patienten ab.



Zahlreiche Abstimmungsgespräche

Ein wesentlicher Schritt war beiden Parteien im März 2020 gelungen: Die Märkische Kliniken GmbH und die Stadtverwaltung einigten sich auf einen gemeinsamen Prüfsachverständigen in Sachen Brandschutz. Der Experte beurteilte das Konzept des Klinikums, die baurechtlichen Vorgaben der Stadt sowie geplante bauliche Maßnahmen. Auf dieser Basis fanden zahlreiche Abstimmungsgespräche statt, allein 15 davon seit Oktober, in denen es um die gemeinsame Ausarbeitung eines Brandschutzkonzeptes für das Haupthaus ging.

Ein erster Bauantrag lag Ende November vor. Diverse Punkte mussten überarbeitet und angepasst werden, was einige Monate in Anspruch nahm. Wichtig dabei: Dank einiger inzwischen erfolgter Baumaßnahmen war die Evakuierung des Gebäudes im Notfall zu diesem Zeitpunkt endgültig sichergestellt und von dem eingesetzten Prüfsachverständigen bestätigt worden.

Zugeständnis der Stadt

Als Zugeständnis genehmigte die Stadt daher auch mehrere Teilbrandschutzkonzepte: Das Klinikum hatte für einige Abteilungen wie die Zentralapotheke, die Endoskopie und die Dialyse-Station nämlich sogenannte „Insellösungen“ geschaffen, also eigene, voneinander abgetrennte Bereiche. Diese sollen der betrieblichen Neuorganisation dienen.

Mit der bevorstehenden Genehmigung des Brandschutzkonzeptes und der dafür erforderlichen Baumaßnahmen besteht die Möglichkeit, dass ein Teil der offenen Klagen gegen die Stadt Lüdenscheid hinfällig werden. Das Klinikum hatte sich juristisch gegen abgelehnte Bauanträge und Ordnungsverfügungen zur Wehr gesetzt. Das habe rein formale Gründe, betonten beide Parteien bereits im März 2020.

Die Ordnungsverfügungen sahen unter anderem die vorübergehende Einrichtung einer im Klinikum stationierten „Hausfeuerwehr“, die brandschutztechnische Ertüchtigung von Trenn- und Brandwänden in den Obergeschossen und bauliche Sofortmaßnahmen in den Untergeschossen vor. Teilweise sind diese Vorgaben bereits umgesetzt bzw. in der Planung abgeschlossen. Die Verbesserung der Brandschutzmaßnahmen in den Obergeschossen soll mit einer Erneuerung der Medizintechnik einhergehen.

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