Andrea Ertz, Matthias Reuver, Katja Fernholz-Bernecker, Johannes Gehring, Karsten Greth und Bufdi Angelo Alipass im Großen Saal in der neuen Musikschule. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Der Unterricht in der neuen Musikschule am Staberg läuft bereits seit dem 10. August. Auf die Schülerinnen und Schüler scheint die Atmosphäre im Gebäude einen förderlichen Einfluss zu haben. Erst das Staunen und dann: „Jetzt hänge ich noch mehr rein“. So zitiert Johannes Gehring vom Leitungsteam die ersten Reaktion eines Schülers. Entspanntes Lernen, entspanntes Unterrichten: So fasst Musikschulleiterin Katja Fernholz Bernecker das Leben in der neuen Musikschule zusammen. „Im alten Gebäude waren wir jahrelang einer Kakophonie von Geräuschen und Tönen ausgesetzt. Das war für alle nicht leicht.“ Heute hört man auf den Gängen kaum noch etwas vom Übungsgeschehen.

Gewinn für die Stadtgesellschaft

Matthias Reuver, Fachbereichsleiter für Jugend, Bildung und Sport, hat nach Feierband im Rathaus die Kakophonie an der Altenaer Straße immer genossen. Dennoch: Auch er ist stolz auf die neue Musikschule. „Sie ist ein Gewinn für die Stadtgesellschaft“, sagte Reuver während eines Pressegesprächs, bei dem die Schule und das Programm zu Tag der  offenen Tür am Sonntag, 28. August (12 bis 17 Uhr), vorgestellt wurde.

Der neue Raum für die Schlagwerker um Guido Pieper. Foto: Wolfgang Teipel

„Wir wollen zeigen, dass die Musikschule ein Ort des Lebens und der Begegnung ist“, sagte Katja Fernholz-Bernecker. „Wir wollen das Gebäude zum Klingen bringen.“ Das passiert im Großen Saal, der Platz für 199 Gäste bietet, im Kammermusikraum, im Bandraum, der Raum für elementare Musikerziehung und im Schlagwerkraum (Programm siehe unten).

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Alles ist anderes

Große Fenster, auch in den Türen der Übungsräume, dank Oberlicht ein sonnendurchflutetes Gebäude – in der neuen Musikschule an der Staberger Straße ist nahezu alles anders als am alten Standort. Davon profitieren insbesondere die Schlagwerker um Guido Pieper. Die Zeiten im Kellergewölbe der Alten Post sind passé. Jetzt verfügen die Schlagwerker über einen großen Raum im ersten Obergeschoss, in dem alle Instrumente bequem untergebracht werden können.

Einige technischen Finessen

Zu den technischen Finessen der neue Musikschule zählt ein Raum im Dachgeschoss. Er wurde mit zusätzlichen Wänden umbaut. Hier können es die Bands so richtig krachen lassen.

Das lichtdurchflutete Treppenhaus. Foto: Wolfgang Teipel

Schon bald wird außerdem ein Studio entstehen, in dem an digitalen Musikproduktionen gearbeitet werden kann. Es scheint so, als ob an alles gedacht worden ist. Selbst ein Parkplatz für Kinderwagen und eine Wickelkommode sind vorhanden.

Billig war das alles nicht. Was die Musikschule unterm Strich gekostet hat, wird sich herausstellen, wenn alle Rechnungen vorliegen. Für Matthias Reuver ist das Geld aber gut angelegt. „Wir haben hier für Generationen von Schülerinnen und Schülern investiert“, sagt er.

Für die Nachnutzung der Alten Post wurde in der vergangenen Woche der Bauantrag eingereicht, der Zuwendungsantrag wird Ende September beim Fördergeber eingehen. Von einer Bewilligung im Jahr 2023 ausgehend, soll der Umbau zur Folgenutzung im dritten Quartal 2024 abgeschlossen werden.

Das Gebäude soll künftig ein Teilstandort der VHS werden.

Vor dem Tag der offenen Tür am Sonntag findet am Samstag eine Veranstaltung für geladene Gäste statt. Neben Vertretern aus Verwaltung und Politik, Vertreter der Architekturbüros und weitere an Planung und Bau Beteiligte.

Hier das komplette Programm am Tag der offenen Tür: Das Programm

 

 

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