Die Weinbergfreunde laden am 12. September zum Besuch ihres Weinbergs ein. Bildquelle: Stadt Neuenrade

Neuenrade. Am letzten Tag der Offenen Gärten im Ruhrbogen in diesem Jahr haben am Sonntag, 12. September, in Neuenrade zwei Gärten in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet: der Weinberg in Neuenrade am Umweg und das Kleine Gartenglück in Affeln am Bernhard-Neuhaus-Weg 10.

Im Weinberg am Umweg bauen die Weinbergfreunde ganz in der Nähe des Wümberges, wo schon Mönche des Klosters Berentrop lebten, die Rebe Regent und die Solarisrebe an. An diesem schönen Ort über Neuenrade erfreuen sich die Reben bester Gesundheit und laden zum Verweilen und Genießen ein. Ein Blick vom Südhang zeigt nicht nur die Schönheit des Sauerlandes, sondern lässt auch ein wenig die Oechsle des Weines erahnen.

Am Nachmittag erwartet die Besucher des Weinberges ein musikalischer Genuss: In Kooperation mit dem Forum Neuenrade e.V., Abt. Projekte, wird die heimische Akkordeonistin Martina Kluge ein kurzweiliges konzertantes Programm anbieten. Sie wird eine breite Palette ihrer Lieblingswerke aus Rock, Pop, Swing, Tango, Musette und Weltmusik präsentieren.

Martina Kluge unterhält die Besucher im Weinberg musikalisch. Bildquelle: Stadt Neuenrade

Die vielseitige Mischung enthält Altes und Neues sowie Bekanntes und noch Unbekanntes aus eigener Feder. Martina Kluge ist seit ihrer Kindheit als Akkordeonspielerin im heimischen Raum bekannt und ist inzwischen professionell musikalisch unterwegs. Sie ist im Bundesakkordeonorchester und der Landesakkordeon-Bigband in Hessen tätig und war an etlichen CD-Produktionen beteiligt. Nach einem ersten Berufsleben als Bankkauffrau hat sie 2016 ein Studium am renommierten Hohner Konservatorium in Trossingen abgeschlossen und ein zweites Kompositionsstudium erfolgreich angeschlossen. Seit einigen Jahren unterrichtet sie als Dozentin für Akkordeon und Steirischen Harmonika u.a. an der Musikschule Lennetal und veröffentlicht Kompositionen und Arrangements für Solo und Orchester.

Gepflegter Hausgarten

Der zweite geöffnete Garten ist ein Privatgarten. Seine Gestalterin Rita Gierse nennt ihr grünes Refugium das „Kleine Gartenglück in Affeln“. Seit zehn Jahren nehmen Neuenrader Gärten an dem Projekt „Offene Gärten im Ruhrbogen“ teil und seitdem lädt Rita Gierse Besucher in ihren gepflegten Hausgarten ein. Der Garten ist 350 qm groß und dicht mit Stauden, Rosen, Gräsern und Ziergehölzen bepflanzt. Ein Brunnen fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein.

Offene Gartenpforte am 12. September: das Kleine Gartenglück in Affeln Bildquelle: Stadt Neuenrade

Neun Kommunen beteiligt

Die Offenen Gärten im Ruhrbogen sind ein gemeinsames Projekt von neun Gemeinden: Arnsberg, Balve, Fröndenberg, Hemer, Iserlohn, Menden (Sauerland), Sundern, Wickede (Ruhr) sowie Neuenrade und somit ein Vorzeigeprojekt für interkommunale Zusammenarbeit.

Der Arbeitskreis Offene Gärten im Ruhrbogen hat seinen Internetauftritt komplett überarbeitet. Der neue Internetauftritt stellt jeden Garten einzeln vor und ermöglicht vielfältige Such- und Sortiermöglichkeiten für Interessierte. So können zum Beispiel die Gärten gefiltert werden, die in einer bestimmten Kommune oder an einem bestimmten Tag geöffnet haben. Oder alle Gärten, die barrierefrei zugänglich sind oder die Mitnahme eines Hundes erlauben. Auch werden die Werbepartner prominent auf den Internetseiten eingebunden.

Dies macht eine Gartenbroschüre in ausgedruckter Form entbehrlich, sind sich die beteiligten Kommunen sicher. Damit werden Papier, Farbe und Wasser gespart und somit Ressourcen geschont und die Offenen Gärten werden nachhaltiger. Die Kommunen wollen damit einen Beitrag zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsstrategie der Vereinten Nationen leisten.

Mit dem Verzicht auf eine Broschüre und der Konzentration aller notwendigen Informationen auf der Internetseite können nun auch neue Gärten, die sich spontan an der Aktion beteiligten möchten, kurzfristig aufgenommen und beworben werden. Darüber hinaus sind kurzfristig notwendige Änderungen zu den einzelnen Sonntagen möglich. Gerade angesichts der weiterhin bestehenden Pandemie kann es durchaus sein, dass die Aktion insgesamt später startet oder einzelne Gärten ihre Teilnahme kurzfristig absagen.

Denn für die Einhaltung der Vorschriften in ihren Gärten – und hier insbesondere der Corona-Schutz-Verordnung – sind weiterhin die jeweiligen Gartenbesitzer verantwortlich. Die Kommunen selbst können hier die Einhaltung der Regeln nicht kontrollieren, sondern nur die notwendige Unterstützung leisten.

www.gaerten-im-ruhrbogen.de

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