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In der Republik der Gegensätze lagen Tradition und Moderne eng beieinander. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Für Prof. Dr. Malte Thießen liegt eine der Lehren aus der Geschichte der Weimarer Republik klar auf der Hand. „Demokratie ist kein Schicksal. Sie ist auch nicht selbstverständlich. Demokratie ist das, was man wir daraus machen“, sagte der Leiter des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte am Sonntag bei der Eröffnung der Ausstellung „Weimar im Westen“.

Prof. Dr. Malte Thießen: “Demokratie ist, was wir daraus machen.” Foto: Wolfgang Teipel

Die Ausstellung im Geschichtsmuseums der Stadt Lüdenscheid wurde am Sonntag im Beisein zahlreicher Gäste eröffnet. Sie wird bis zum 27. März zu sehen sein.

Sie wirft Schlaglichter auf die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland, die von 1918 bis 1933 zunächst als Folge der Hyperinflation eine Wirtschaftskrise, dann eine Phase der Stabilisierung erlebte und mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten 1933 in den Untergang mündete.

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Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: “Nicht nur eine Geschichte des Untergangs.” Foto: Wolfgang Teipel

Allerdings sei es zu kurz gedacht, die Weimarer Republik lediglich als Vorläufer des Dritten Reiches und damit als eine  Geschichte des Untergangs zu bewerten, erläuterte Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Landesrätin für Kultur und Kuratorin des Verbundprojekts „bauhaus 100 im Westen“, am Sonntag. Sie habe auch den Weg frei gemacht für Umwälzungen wie das Bauhaus und gesellschaftlichen Errungenschaften wie das Frauenwahlrecht.

Prof. Dr. Malte Thießen machte dem Museums-Team um Leiter Dr. Eckard Trox ein Kompliment. Mit den zahlreichen Objekten aus Lüdenscheid und Umgebung habe das Geschichtsmuseum „Geschichte an ihren Ort“ zurückgeholt.

Zahlreiche Gäste nahmen an der Ausstellungseröffnung teil. Foto: Wolfgang Teipel

 

 

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