Die ersten Schmuckständer stehen. Nicola Petersen (Mitte) freut sich zusammen mit Peter Treu und Susanne Schendel von der städtischen Wirtschaftsförderung auf die Eröffnung ihres Modeschmuckladens. Foto: Merle Stickdorn

Lüdenscheid. (PSL) Seit Beginn des Jahres suchen die Stadt Lüdenscheid und die Wirtschaftsförderung Kreisstadt Lüdenscheid (WKL) nach Bürgern mit Ideen zur Belebung der Innenstadt und Konzepten zur Geschäftsgründung. Im Rahmen des “Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren” des Landes NRW haben Interessierte die Möglichkeit, leerstehende Ladenlokale zu einem deutlich vergünstigten Mietzins zu beziehen. Als Erste hat Nicola Petersen diese Chance ergriffen. In derkommenden Woche eröffnet sie ihr Modeschmuckgeschäft an der Wilhelmstraße 46.

Leidenschaft zum Beruf gemacht

Petersen hat bereits 2013 ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Zunächst verkaufte sie Schmuck bei Schmuckpartys oder auf Märkten und Ausstellungen. Zuletzt hatte sie einen Pop-up-Store in Attendorn. “In dieser Zeit habe ich einige Stammkundinnen gewonnen, die mich sicher auch im neuen Laden besuchen kommen werden”, erzählt sie. Ihr Angebot besteht hauptsächlich aus ausgewählten europäischen Marken im mittleren Preissegment und umfasst verschiedene Stilrichtungen.



Verzicht und Mittel aus Förderprogrammen

Das Förderprogramm habe ihr durch die deutlich geringeren Mietkosten einen sorgenfreien Start ermöglicht. Der Eigentümer des Ladenlokals verzichtet auf 30 Prozent der zuletzt veranschlagten Kaltmiete. 80 Prozent dieser Kaltmiete werden darüber hinaus über die Fördergelder aus dem Landesprogramm finanziert. Dazu kommen zu geringeren Teilen Haushaltsmitteln der Stadt Lüdenscheid. “Die Zusammenarbeit mit der Stadt und der WKL hat super funktioniert”, lobt Petersen.

Menschen mit Ideen gesucht

Interessierte mit eigenen Geschäftsideen sowie Eigentümer leerstehender Ladenlokale können sich weiterhin bei der WKL oder der städtischen Wirtschaftsförderung melden. “Es muss nicht alles bis ins letzte Detail stehen, aber ein durchdachtes Geschäftskonzept sollte schon vorhanden sein”, sagt Peter Treu von der städtischen Wirtschaftsförderung.

Grundsätzlich ist vieles möglich

Grundsätzlich ist vieles möglich: Neben dem Einzelhandel sind auch gastronomische Angebote willkommen. Eine Förderung ist bis Ende 2023 möglich. “Ziel ist natürlich, dass die Mietverhältnisse auch darüber hinaus fortgesetzt werden”, so Treu. Auch Susanne Schendel, ebenfalls von der städtischen Wirtschaftsförderung, betont: “Wir alle wünschen uns eine lebendige Innenstadt, die auch langfristig viele Menschen anzieht.” Mit Nicola Petersens Modeschmuckgeschäft sei nun der erste Schritt in diese Richtung getan.

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