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Ausgeschlachtete Autos, Müll aller Art - die Zustände am Beiese sind unhaltbar. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Das Umfeld der Mietshäuser am Beiese gleicht einer Müllhalde. Beschwerden von Nachbarn haben die Öffentlichkeit auf die unhaltbare Situation aufmerksam gemacht. Am Donnerstag (23. Januar) machten sich Mitglieder der SPD-Fraktion ein Bild vor Ort.

Obwohl offenbar im Vorfeld „aufgeräumt“ worden war und während der Anwesenheit der SPD-Politiker/innen Autowracks abtransportiert wurden, bietet das Umfeld der Mietshäuser ein abschreckendes Bild. Überall liegt Müll herum, aus Garagen quellen Möbelstücke und anderes Sperrgut förmlich heraus, die Altpapiercontainer laufen über und enthalten allen möglichen Abfall, darunter auch Hausmüll.

Die SPD-Fraktion machte sich am Beiese ein Bild von der Lage. Foto: Bernhard Schlütter

„Weil es sich um ein privates Grundstück handelt, kann die Stadt nicht eingreifen. Der Kreis ist zuständig“, erläuterte SPD-Ratsfrau Martina Reinhold. Der Kreis sei inzwischen tätig geworden und auch der Eigentümer der Häuser eingebunden worden. Als erste Maßnahmen wurden Poller in die Zufahrt gesetzt und Kameras installiert. Zum Teil sei die Vermüllung auf regelrechte Mülltouristen zurückzuführen, berichtete ein Nachbar.

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Nach Meinung der SPD soll die Stadtverwaltung dennoch zunächst bei den Mietern ansetzen. „Am Beiese wohnen unter anderem Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben und möglicherweise keine adäquate Vorstellung vom Umgang mit Müll haben“, schreibt die SPD-Fraktion. Sie bittet die Stadtverwaltung, „neben regelmäßigen Kontrollen die dort wohnenden Neubürgerinnen und -bürger über den Umgang mit Müll in Deutschland aufzuklären“. Dies solle generell in der jeweiligen Muttersprache der in Plettenberg lebenden Mitbürger/innen geschehen. „Vielleicht muss man ja auch in diesem Zusammenhang Sachverhalte erklären, die für die meisten Bürger absolut selbstverständlich sind“, meinte Martina Reinhold. Ausdrücklich sollen auf gegebenenfalls fällige Bußgelder hingewiesen und entsprechende Verfahren auch umgesetzt werden.

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