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Die IG Metall lädt für 24. Januar zu einer zentralen Kundgebung auf dem Lüdenscheider Sternplatz ein.

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Am vergangenen Donnerstag haben in Neuss die Kommissionen von IG Metall und dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen getagt. Es war die dritte Verhandlung in der laufenden Tarifrunde. Auch der dritte Termin brachte kein Ergebnis hervor. Für den 31. Januar wurde ein vierter Verhandlungstermin vereinbart.

Kein verbessertes Angebot

Gudrun Gerhardt, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Märkischer Kreis, gehört zur Verhandlungskommission der NRW-Metaller und war in Neuss dabei. Sie zeigt sich ernüchtert: „Die Arbeitgeber hatten weder ein verbessertes Angebot beim Lohn mitgebracht, noch zeigten sie Gesprächsbereitschaft, über einen Lohnzuschuss bei Arbeitszeitverkürzung wegen Kindeserziehung, Pflege oder belastenden Schichtarbeitszeiten.“ Zuletzt hatten die Arbeitgeber eine Entgelterhöhung in Höhe von zwei Prozent angeboten – mit dem Preis, die tariflichen Schichtzuschläge für Spät- und Nachtschicht zu streichen. „Das ist ein Angebot, das weder der konjunkturellen Lage der Branche entspricht, noch dem besonderen Einsatz der Schichtarbeiter Rechnung trägt“, hält Gerhardt fest.

Zentrale Kundgebung auf dem Sternplatz

Sollte es keine Bewegung auf Arbeitgeberseite geben, könne keine weitere Eskalation mehr ausgeschlossen werden. Dazu würden unter anderem 24-Stunden-Streiks in den Betrieben zählen. In den vergangenen beiden Wochen fanden im Kreisgebiet Warnstreiks mit über 2.000 Teilnehmern statt. Die Gewerkschaft zeigt sich zufrieden: „Wir haben für die kurzen Arbeitsniederlegungen mehr Beteiligung verzeichnet als erwartet. Das stimmt uns für die kommenden Auseinandersetzungen zuversichtlich. Unsere Forderungen zu Entgelt und Arbeitszeit treffen den Zeitgeist.“

Für kommenden Mittwoch, 24. Januar, ruft die märkische IG Metall zu einer zentralen Warnstreik-Kundgebung ab 11 Uhr auf dem Sternplatz auf. „Wir wollen noch einmal betriebsübergreifend zeigen, dass wir gemeinsam zu unseren Forderungen stehen“, so Gerhardt.

 

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