Menachem Har-Zahav möchte Kinder und Jugendliche für klassische Musik begeistern. Foto: Weston Musikmanagement
Lüdenscheid. Ausnahmekünstler Menachem Har-Zahav, der Freunde virtuoser und ausdrucksstarker Klaviermusik regelmäßig begeistert, präsentiert am Samstag, 26. März, um 17 Uhr im Kulturhaus Lüdenscheid mit der berühmten „heroischen Polonaise“ von Frédéric Chopin, Claude Debussys wunderschöner „Children’s Corner“-Suite, der Sonate Nr. 1 von Johannes Brahms und weiteren Stücken von Franz Joseph Haydn und Domenico Scarlatti einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die Klavierliteratur.
Zu Menachem Har-Zahavs Konzerten zahlen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren einen stark reduzierten Eintrittspreis von nur einem Euro. Dahinter steht sein Wunsch, gerade der Jugend einen Anreiz zu geben, klassische Konzerte zu besuchen. Er selbst sagt dazu: „Ich finde es schade, dass so viele Kinder und Jugendliche klassische Musik als altmodisch und langweilig ansehen. Ich möchte ihnen die Gelegenheit bieten, zu erleben, dass Komponisten durch die musikalischen Epochen hinweg spannende Musik geschrieben haben, die auch heute noch mitreißt.“
So steht unter anderem das Werk „Children’s Corner“ (Kinderecke) des impressionistischen französischen Komponisten Claude Debussy auf dem Programm, das dieser seiner kleinen Tochter gewidmet hat.
Menachem Har-Zahav selbst entwickelte sein Liebe für das Klavier sehr früh und begann auf seinen Wunsch schon im Alter von vier Jahren mit dem Klavierunterricht. Was fasziniert ihn persönlich so an der Musik? „Für mich war Musik von Anfang an eine Sprache. Jeder weiß, wie immens die Möglichkeiten sind, mit Musik Gefühle auszudrücken. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich ein recht ungewöhnliches absolutes Gehör habe (wird auch Tonhöhengedächtnis genannt). Wenn ich eine Note höre, dann weiß ich, was sie ist. In einer Melodie erkenne ich aber nicht nur die Noten und ihre Namen, sondern ich höre etwas, das wie eine eigene Sprache klingt, Worte mit Bedeutung.“
Und wieviel Arbeit steckt dahinter, diese hochvirtuosen Werke der klassischen Klavierliteratur vorzutragen?  „Im Alter zwischen 16 und 22 Jahren habe ich jeden Tag 14 Stunden geübt. Da war das Klavier buchstäblich mein ganzes Leben. Inzwischen reicht mir aber ein normaler Arbeitstag und ich liebe es, Zeit mit meiner Familie, inklusive meinen Kindern und meinem Enkel, zu verbringen.“
Natürlich richtet sich das Konzert sehr wohl auch an erwachsene Zuhörer. Das Programm ist kein Kinderkonzert, sondern ein kulturelles Angebot an alle Interessierten. An der Tageskasse ab 16:30 Uhr werden auch für Kurzentschlossene noch genügend Restkarten erhältlich sein.

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