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Gesundheitstelefon Märkischer Kreis
Am Montag, 30. November, startet der Märkische Kreis im Rahmen des Gesundheitstelefons ein Pilotprojekt mit einer mehrsprachigen Beratung zum Thema Corona. Foto: Silke Ewald/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Der Märkische Kreis startet ab Montag, 30. November, ein Pilotprojekt: Dank des Engagements der Sprachmittler*innen, die das Kommunale Integrationszentrum MK ausgebildet hat, kann das Gesundheitstelefon Beratungen rund um Corona in mehreren Sprachen anbieten.

Um Flüchtlingen, Zugewanderten oder allgemein Menschen mit Migrationshintergrund zu helfen, sich im Märkischen Kreis zurecht zu finden und Verständigungsprobleme zu überbrücken, haben sich 181 ehrenamtliche (Laien-) Sprachmittler*innen vom Kommunalen Integrationszentrum des Märkischen Kreises ausbilden lassen. Sie decken insgesamt 37 Sprachen ab. Viele brennen auf einen Einsatz auch in Coronazeiten. Die Idee, unter der Rufnummer 02351/966-7274 Telefonsprechstunden rund um das Thema Corona in verschiedenen Sprachen anzubieten, stieß sofort auf eine gute Resonanz.

Verständigungsproblemen entgegenwirken

Seit Monaten unterstützen viele Fachdienste der Kreisverwaltung das Gesundheitstelefon mit Personal. Intensive Beratungen rund um das Thema Corona stehen hier im Mittelpunkt. In zahlreichen Gesprächen wurde deutlich, dass Sprachbarrieren Zugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund stark verunsichern. Viele wissen nicht, wie sich verhalten sollen. Können ihre Sorgen und Nöte nicht benennen.

Um dem Verständigungsproblem entgegenzuwirken, bietet der Kreis mit Hilfe einiger Laien-Sprachmittler*innen Telefonsprechstunden in verschiedenen Sprachen an. Dabei sollen Zugewanderte und Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit erhalten, sich in ihrer Muttersprache kompetent beraten zu lassen, um Hilfe für ihre Sorgen und Probleme zu finden. Die Sprachmittler*innen werden eine verbindende Position zwischen geschulten Mitarbeitern am Gesundheitstelefon und Anrufenden übernehmen.

Offiziell wird die Hotline am 30. November in Betrieb genommen. Die Telefonsprechstunde deckt dabei zunächst die Sprachen türkisch, farsi, arabisch, bulgarisch und polnisch ab.

Anpassung nach Pilotphase

Die ersten zwei Wochen stellen eine Pilotphase dar, die der Bedarfsklärung dient. In dieser Zeit wird festgehalten, wie stark welche Sprache frequentiert wird und welcher Zeitraum wie intensiv gefragt ist. Entsprechend der Ergebnisse soll das Hotline-Angebot ab der dritten Betriebswoche in den Punkten Sprachenanzahl und Sprechzeiten bedarfsgerecht modifiziert weitergeführt werden. Bekannt gemacht wird das neue Angebot unter anderem über die verschiedenen Netzwerke des Kommunalen Integrationszentrums und der Städte und Gemeinden.

Mehrsprachige Telefonsprechstunden zum Thema Corona unter 02351/966-7274:

  • Montag, 8.00-12.30 Uhr – türkisch
  • Dienstag, 8.00-12.30 Uhr – farsi
  • Mittwoch, 8.00-12.30 Uhr – arabisch
  • Donnerstag, 8.00-12.30 Uhr – bulgarisch
  • Donnerstag, 12.30-16.00 Uhr – türkisch
  • Freitag, 8.00-12.30 Uhr – polnisch

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