Symbolfoto: pixabay.com

Neuenrade. Die Energiewende bildet die Grundlage für den anstehenden Transformationsprozess zu einer CO2-neutralen Zukunft. Das wird kaum noch bestritten, sondern gilt mittlerweile als allgemein anerkannt. Gerade in der aktuellen Zeit gilt es deshalb den Ausbau der Erneuerbaren Energien schnellstmöglich voranzutreiben. Ein enormes Potenzial, das bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist und ohne zusätzlichen Flächenverbrauch genutzt werden kann, schlummert auf den Dachflächen. Photovoltaikanlagen haben sich nicht nur aufgrund ihrer klimafreundlichen Stromproduktion bewährt. Auch ökonomisch überzeugen sie in Zeiten von stark steigenden Strompreisen durch verhältnismäßig geringe Stromgestehungskosten. Um die ungenutzten Potenziale auf den Dachflächen in Neuenrade zu erschließen und für die Thematik zu sensibilisieren, nimmt die Stadt fortan am „Wattbewerb“ teil.

Der Wattbewerb ist ein Wettbewerb für Städte und Gemeinden, dessen Intention es ist, den Ausbau der Photovoltaik exponentiell zu beschleunigen und so einen Beitrag zur Einhaltung des im Pariser Klimaabkommen ratifizierten 1,5°C-Ziels zu leisten. Ins Leben gerufen wurde der von Fossil Free Karlsruhe, Parents for Future Germany, Fridays for Future Deutschland und Scientists for Future Deutschland getragene Wattbewerb im vergangenen Jahr. Der Einstieg für neue Kommunen ist jedoch zu jedem Zeitpunkt möglich. Die zentrale Herausforderung für alle teilnehmenden Städte und Gemeinden ist zunächst eine Verdopplung der installierten PV-Leistung je Einwohner. Die Organisatoren prognostizieren, dass dies in einem Zeitraum von etwa drei bis fünf Jahren realisiert werden könne. Das aktuelle Ranking sowie weitere Informationen zum Wattbewerb sind unter www.wattbewerb.de zu finden.

Es gilt nun lokale Strategien zu entwickeln, mit denen sich dieses Vorhaben möglichst schnell realisieren lässt. „Die Bereitschaft zum Ausbau der Photovoltaik ist bei vielen Bürgerinnen und Bürgern mittlerweile vorhanden und auch alle kommunalen Dachflächen werden aktuell einer Prüfung hinsichtlich ihrer Eignung für die Installation von PV-Anlagen unterzogen“, freut sich der Neuenrader Klimaschutzmanager, Simon Mai. Allen Ratsuchenden steht Simon Mai im Rathaus unter der Telefonnummer 02392/693-145 oder per Mail an s.mai@neuenrade.de gerne zur Verfügung. Zudem liegen im Rathaus, in der Bücherei und bei den Stadtwerken kostenlose Infomaterialien aus. Insbesondere für technische Fragestellungen rund um Photovoltaik und andere Energiethemen steht auch Helge Pfingst, der in Kooperation mit der Verbraucherzentrale engagierte Neuenrader Energieberater, gerne als fachlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Dieser ist unter der Telefonnummer 02392/693-777 erreichbar.

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Derzeit läuft außerdem noch eine allgemeine Informationskampagne der Verbraucherzentrale NRW zum Thema Solarstrom: Unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonnenklar werden umfassende Informationen bereitgestellt.

 

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