Anlässlich der Woche der Ausbildung war Landrat Marco Voge (2. v.re) gemeinsam mit Sandra Pawlas (3. v. re) und Nico Confortola (1. v. li) von der Bundesagentur für Arbeit zu Gast in der Firma Kämper. Geschäftsführer Yanik Müchler (3. v. li), Sven Müchler (1. v. re) und Beate Schröter (2. v. li) zeigten ihnen das Unternehmen. Bild: Viola Schütz

Lüdenscheid. Anlässlich der Woche der Ausbildung war Landrat Marco Voge gemeinsam mit Sandra Pawlas und Nico Confortola von der Bundesagentur für Arbeit zu Gast in der Wilh. Kämper GmbH u. Co. KG. Hier beleuchteten Sie das Thema Ausbildung gemeinsam mit Geschäftsführer Yanik Müchler, Sven Müchler und Beate Schröter aus verschiedenen Blickwinkeln.

Azubimangel durch fehlende Praktika

„Für uns ist es ganz schlimm, dass seit zwei Jahren keine Schulpraktika mehr stattfinden“, berichtet Beate Schröter und bedauert, dass auch im Januar wieder Praktika aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Genauso wie Geschäftsführer Yanik Müchler und dem Leiter der Technologie und Innovationsmanagement Sven Müchler ist es ihr besonders wichtig, dass junge Leute einen Einblick in den Beruf bekommen und Praktikanten „ganz bewusst sämtliche Abteilungen durchlaufen“ um einen vielfältigen Eindruck in die unterschiedlichen Bereiche des Unternehmens bekommen. „Auf der anderen Seite ist es genauso. Die jungen Menschen fühlen sich orientierungslos“, ergänzt Sandra Pawlas. „Es hilft ja auch zu wissen was einem gar nicht gefallen hat, dadurch lernt man ja auch“, sagt sie weiter.

Positive Aussichten für den Ausbildungsmarkt

Die Vorsitzende der Agentur für Arbeit Iserlohn sieht viel Hoffnung für den Ausbildungsmarkt und der Praktikumsbereitschaft der Unternehmen in diesem Jahr. So meint sie, dass es im Vergleich zum Vorjahr wieder richtig viele Ausbildungsplätze gibt und der „Ausbildungsmarkt noch eine Menge her gibt“. Auch die Zahlen auf der Arbeitgeberseite, was das Thema Praktika anbelangt, seien echt in die Höhe gegangen. So gäbe es viele Betriebe, die sich genauso wie die Firma Kämper über Praktikaanfragen freuen würden.

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Mehr Fokus auf Ausbildung legen

„Was bringt es uns, wenn wir überall Bachelor und Master haben, wenn niemand die Maschine bedienen kann“, fragt sich Marco Voge. Schließlich gäbe es immer mehr junge Menschen, die lieber ein Studium absolvieren möchten, anstatt über eine Ausbildung nachzudenken. „Nur wer ein Akademiker ist, ist ein guter Mensch, dass ist eine völlig falsche Annahme, die sich nur dummerweise immer mehr rum spricht“, bedauert der Landrat. „Ich halte viel von einer dualen Ausbildung“,  Schließlich können junge Menschen auch über Qualifikationen und Weiterbildungen oftmals genau so viel erreichen, wie über ein Studium. So tue man alles dafür, dass man auch in den Räumen der Berufskollegs unter der Trägerschaft des Märkischen Kreises gute Rahmenbedingungen hat, um die jungen Menschen in dem Bereich zu fördern.

„Die Kommunikation mit dem BKT funktioniert sehr gut, hier sind wir durch unseren Ausbildungsleiter gut vernetzt“, berichtet Schröter auf Nachfrage des Landrat.

Wissen weiter geben

„Wissenstransfer ist wahnsinnig wichtig“, bemerkt Marco Voge nach der Führung durch das Unternehmen. Hier war zu beobachten, dass ein junger Mitarbeiter einen erfahreneren Mitarbeiter zur Hand geht. So können die Mitarbeiter sich laut Schröter unterstützen und wertvolles Wissen wird weitergegeben.

Aus- und Weiterbildung bei der Firma Kämper

Die Firma Wilhelm Kämper möchte zehn Prozent, dass sind sieben bis acht Auszubildende insgesamt, in allen Bereichen eine Ausbildung ermöglichen. „In der Vergangenheit hat das bisher immer gut geklappt“, erklärt Yanik Müchler. In den letzten Jahren, so berichtet er, wird es allerdings immer schwieriger, diesen Kurs beizubehalten. Allerdings lege er hier viel Hoffnung in die Jahrgänge der kommenden Jahre. Weiter sagt er, dass die jungen Leute auch nach der Ausbildung die Möglichkeit haben sich weiterzubilden und Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens haben. „Die Mitarbeiter die wir im Hause selbst ausgebildet haben, entspricht momentan mindestens einen Anteil von 30 bis 40 % der Belegschaft“ ergänzt Prokuristin Beate Schröter. Als Beispiel nennt Sie hier die Mitarbeiter, die in den vergangenen Jahren ihre Ausbildung in der Verwaltung absolviert haben und jetzt in verschiedenen Bereichen des Unternehmens, wie beispielsweise im Projektmanagement oder in der Qualitätsprüfung, zu finden sind. „Wir bilden schon immer unsere eigenen Mitarbeiter aus und wir freuen uns immer, wenn unsere Mitarbeiter so lange wie möglich bei uns bleiben“, erzählt Yanik Müchler.

Neben Fahrradleasing und frischem Obst für alle Mitarbeiter findet einmal im Jahr der „Azubi-Tag“ statt. Hier waren die Azubis des Unternehmens in der Vergangenheit bereits im Kletterpark, beim Fahrsicherheitstraining und beim Rafting auf der Ruhr. „Auch alle anderen interessierten Mitarbeiter sind natürlich dazu immer herzlich dazu eingeladen“,  betont der Geschäftsführer und erzählt, dass diese diesjährige Aktion eine Fluss-Tour auf der Ruhr ist.

Die offenen Ausbildungsstellen bei der Firma Kämper finden Interessenten unter https://kaemper.de/karriere/ausbildung-bei-kaemper

 

 

 

 

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