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Das Laufwasserkraftwerk Bockeloh wurde von der Mark-E saniert. Foto: Mark-E

Werdohl/Plettenberg. Der Energieversorger Mark-E hat umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Wehranlage Ehlhausen in Plettenberg und an den wasserbaulichen Anlagen des Laufwasserkraftwerkes Bockeloh in Werdohl durchgeführt.

In einem ersten Schritt erneuerte das Unternehmen ab April 2018 die Obergrabenschütze an der Wehranlage oberhalb des Laufwasserkraftwerks. Hierbei wurden die alten hölzernen Schütze durch zwei neue Stahlschütze ersetzt. Hierfür wurde der Lennestau mit etwa 600.000 Kubikmeter Stauinhalt an der Wehranlage kontrolliert abgelassen, so dass sich die Lenne während des Sanierungszeitraums im Rückstaugebiet wieder in ihrem ursprünglichen Bett bewegte. Mark-E investierte rund 100.000 Euro in diese Maßnahme und nutzte die Gelegenheit auch, um den Bereich des Obergrabens von Treibgut und Abfall zu reinigen.

Ökologische Aufwertung

Im Juni 2018 erfolgte die Erneuerung der Rechenanlage im Laufwasserkraftwerk Bockeloh. Mark-E ersetzte hierbei den alten Rechen durch eine neue Rechenanlage mit geringerem Rechenstababstand (Fischschutzrechen). Diese hält unter anderem Treibgut auf und sorgt auch dafür, dass keine Fische in die Turbinen der Anlage gelangen. Damit verbunden wurde eine Fischabstiegshilfe in Form einer Spülrinne errichtet. Mark-E investierte rund 300.000 Euro für die Erneuerung und erreichte somit eine ökologische Aufwertung der Anlage. Die Durchgängigkeit für abwärtswandernde Lebewesen im Wasser ist am Krafthaus wieder hergestellt.

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Die neue Fischabstiegshilfe in Form einer Spülrinne am Laufwasserkraftwerk Bockeloh Foto: Mark-E

Der Wiederanstau der Lenne ist mittlerweile erfolgt, zur Zeit nimmt Mark-E das Laufwasserkraftwerk schrittweise wieder in Betrieb.

Hintergrund

  • Das Kraftwerk Bockeloh ist ein sogenanntes Niederdruckkraftwerk. Es besteht aus den Anlagenteilen Wehr, Obergraben, seitlicher Überlauf, Krafthaus und Untergraben.
  • Die Wehranlage in Bockeloh wurde 1924 erbaut und besteht aus zwei eigenständig beweglichen, rund 20 Meter langen Rollschützen, mit denen lenneaufwärts ein Vorstau von ca. 600.000 Kubikmeter Flusswasser erreichbar ist. Die Lenne hat an dieser Stelle eine maximale Stauhöhe von vier Metern.
  • An die Wehranlage schließt sich der Obergraben mit einer gesamten Länge von ca. zwei Kilometern an. Dieser weist ein Transportvermögen von rund 30 Kubikmeter pro Sekunde Wasser auf. Vor dem Krafthaus wird das Wasser über einen Feinrechen den Turbinen zugeführt.
  • Im Krafthaus sind drei Maschinensätze mit einer Nennleistung von jeweils 650 Kilowatt (kW) installiert, die rund 6,9 Mio. Kilowattstunden (kWh) umweltfreundlichen Strom pro Jahr produzieren können.
  • Das Laufwasserkraftwerk Bockeloh wird vom Pumpspeicherwerk Rönkhausen beziehungsweise dem Kraftwerk Elverlingsen fernüberwacht. Der zuverlässige Betrieb der Anlage wird unter anderem durch tägliche Kontrollgänge eines Mark-E-Mitarbeiters sichergestellt.

Quelle: Pressemitteilung der Enervie-Gruppe

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