Auch im Märkischen Kreis beteiligten sich zahlreiche Mitglieder der IG Metall an den Warnsstreiks, um den Forderungen der Gewerkschaft Nachdruck zu verleihen. Foto: IG Metall
Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Zufrieden zeigt sich die märkische IG Metall mit dem Pilot-Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie für Baden-Württemberg, der für den zu erwartenden Abschluss in Nordrhein-Westfalen zur Grundlage genommen wird. Neben einer Lohnerhöhung von 4,3 Prozent in diesem Jahr gehören zum Abschluss unter anderem auch die Möglichkeit zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden für weite Teile der Beschäftigten, eine Einmalzahlung im Jahr 2019 sowie die Einführung eines zusätzlichen Urlaubsgelds in Höhe von 27 Prozent eines Monatsgehalts.

Gerhardt: Lohnerhöhung angemessen

Gudrun Gerhardt, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Märkischer Kreis und Mitglied der NRW-Verhandlungskommission für die Metall- und Elektroindustrie, ist zufrieden: „Die Lohnerhöhung ist ordentlich und angemessen. Die Beschäftigten arbeiten täglich für den Erfolg der Unternehmen. Also sind sie auch am Erfolg so zu beteiligen. Die neuen Regelungen zur Arbeitszeit führen dazu, dass unsere Kolleginnen und Kollegen mehr für ihre Familien da sein können. Auch Beschäftigte in Schichtarbeit können den täglichen Stress im Betrieb reduzieren. Und das zusätzliche Urlaubsgeld versüßt die Ferien.“
Torsten Kasubke, Zweiter Bevollmächtigter der märkischen Metaller, bedankt sich bei den Mitgliedern der Gewerkschaft: „Ohne den Einsatz der Kolleginnen und Kollegen wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Tausende Beschäftigte haben an den Warnstreiks im Märkischen Kreis teilgenommen. Wir haben vor Ort gezeigt, dass wir im gesamten Kreisgebiet in der Lage sind, die Interessen der Beschäftigten zu vertreten. Und es sind die Beschäftigten selbst, die in den vergangenen Wochen mit ihrem Engagement unsere Kraft nach außen dargestellt haben.“

Tarifverträge gestärkt

Gerhardt sieht in dem Beschluss eine Stärkung von Tarifverträgen: „Einmal mehr zeigen wir, dass wir auch in Zeiten von Digitalisierung und Flexibilisierung Regelungen finden können, die für die größte Industriebranche des Landes Geltung finden. Tarifverträge sind Zukunftswerke und werden auch in Zukunft den Wandel von Arbeit und Wirtschaft gestalten.“

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