Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) . Eine neue Saison startet: die Luisenhütte Balve-Wocklum hat ab 1. Mai wieder geöffnet. Die Arbeiten in der Saisonpause sind abgeschlossen. Erste Termintipps mit freiem Eintritt: 15. Mai – Fest zur Saisoneröffnung sowie 2. Juli – „Luise heizt ein“, bei der das Museum zum Rummelplatz wird.

Türen auf und Industriegeschichte erleben heißt es wieder ab dem 1. Mai bei der Luisenhütte Balve-Wocklum. Das Erlebnismuseum des Märkischen Kreises macht auch in der Saison 2022 die Ursprünge der Hüttentechnologie erlebbar. „Wie vor über 250 Jahren Eisen produziert wurde, zeigen wir in der mit Wasserkraft und Holzkohle betriebenen Hochofenanlage“, erzählt Museumspädagogin Bernadette Lange.

Seit Ende Oktober war die Luisenhütte im Winterschlaf. Nach der Saisonpause startet das Angebot ab Sonntag (1. Mai) wieder für Besucherinnen und Besucher. „In der Zwischenzeit ist eine Menge passiert. Hinter den Türen wurde alles für die Wiedereröffnung hergerichtet“, sagt Bernadette Lange. Eine der Arbeiten: die Vitrinen für die Ausstellungsstücke wiederherrichten. „Jedes Jahr werden etwa 180 Kilogramm Trockenmittel in die Vitrinen eingebracht. Damit wird die sehr hohe Luftfeuchtigkeit in der Luisenhütte ausgeglichen. So für das richtige Klima in den Schaukästen zu sorgen, ist insbesondere für die überwiegend aus Metall bestehenden Exponate bedeutend.“

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Lichtsimulation am Hochofenabstich erneuert

Für den reibungslosen Betrieb von Dampfmaschine, Kolbengebläse und Wasserrad mussten diese mit einem Spezialfett geschmiert werden. Zusätzlich wurde am Wasserrad der Schieber nachjustiert. Lange: „Das sorgt für das gezielte Auf- und Ableiten des Wassers auf das hölzerne Rad. Dieses können unsere Besucherinnen und Besucher jetzt wieder per Knopfdruck in Betrieb setzen.“ Auch elektronische Angebote wie die Lichtsimulation des Hochofenabstichs wurden erneuert. „Seit 2006 war sie im Dauerbetrieb. Nach mehr als 15 Jahren haben Fachfirmen das gesamte Masselbett mit den LEDs und der elektronischen Steuerung des Abstichs modernisiert.“

Spuren der Zeit waren an der hölzernen Möllerrampe zu sehen. „Während des Betriebs der Luisenhütte wurden über die Rampe Erz, Holzkohle und Kalk zum Hochofen gefahren. Jetzt musste der Unterbau erneuert werden“, berichtet Bernadette Lange. Angekommen auf dem Möllerboden, können Gäste Schubkarren, die mit Eisenerz, Holzkohle und Kalkstein beladen sind, selbst anheben.

„Wasser marsch“ am Technikspielplatz

Für die jüngeren Besucherinnen und Besucher heißt es am beliebten Technikspielplatz „Kleine Luise“ ab 1. Mai auch wieder „Wasser marsch“. So kann am Matschtisch die richtige Mischung von Wasser und Sand ausprobiert und Zahnräder können in Form gegossen werden. Weitere Stationen: ein über sechs Meter hoher Nachbau der Hochofenanlage, Rutsche mit Lichteffekten und das Wasserrad als Klettergerüst.

Die Luisenhütte Balve-Wocklum hat vom 1. Mai bis zum 31. Oktober geöffnet. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag: 9.30 Uhr bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Montags ist das Museum geschlossen. Führungen für die Saison 2022 können durchgehend unter 02352/966 7034 oder per E-Mail an: museen@maerkischer-kreis.de gebucht werden. Die Hüttenschänke mit kleinem Biergarten bietet Kaltgetränke, Kaffee und Snacks an. Weitere Informationen über das Angebot und Führungen unter https://www.maerkischer-kreis.de/kultur-freizeit/luisenhuette

Termintipps rund um die Luisenhütte Balve-Wocklum:

Am 15. Mai findet die Saisoneröffnung der Luisenhütte statt. Bei dem Museumsfest wird zum Beispiel ein Falkner vor Ort sein. Auch ein Brot-Sommelier und Brotbackstand aus dem Partnerkreis Elbe-Elster aus Brandenburg sowie ein Stand mit lokalen Köstlichkeiten aus dem Partnerkreis Ratibor aus Polen ergänzen das Angebot. Der Eintritt am 15. Mai ist frei.

Am Samstag, 2. Juli, findet an der Luisenhütte Balve-Wocklum von 17 bis 23 Uhr die Veranstaltung „Luise heizt ein“ statt. Unter dem Motto „Paradox“ wird die Luisenhütte als historischer Ort der Realität zum Rummelplatz der Illusionen. Früher brannte das Feuer im Hochofen, jetzt wird Feuer gespuckt. Damals wurden Werkzeuge aus Eisen hergestellt, heute werden Schwerter von mutigen Frauen geschluckt. Der Eintritt am 2. Juli ist frei.

Alles bereit für die Exponate: Stefan Grassing (links) und Andreas Strube haben die Vitrinen gesäubert und Trockenmittel eingebracht. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis
Mit Spezialfett hat Museumstechniker Jens Münchhoff die Dampfmaschine geschmiert. So wird ein reibungsloser Ablauf sichergestellt. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis
Für den Saisonstart wurde auch die Lichtsimulation des Hochofenabstichs erneuert. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis
Auch in der Hüttenschänke hat Andreas Gerstendorf alles für die Besucherinnen und Besucher vorbereitet. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis
Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis

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