Kai Hermann (li), Marion Wittlich, Robin Teller und Günther Ortmann begleiten den Herstellungsprozess der Medaille zum Rechtsstaatlichkeitspreis. Bild: Janina Jack

Lüdenscheid. Vom Prägestempel über die Galvanisierung bis hin zur fertigen Medaille – im Familienunternehmen Steinhauer und Lück wurde die Medaille für den neuen Preis „Einsatz für den Rechtstaat in Europa“ angefertigt.

Fertigung des Prägestempels in aufwendiger Handarbeit

Nach dem Grafikentwurf auf dem Computer wird der Prägestempel in traditioneller Handarbeit gefertigt. „Es sind halt immer verschiedene Fräserstärken, deswegen kann ich das nicht einfach so übernehmen, dass sind verschiedene Schritte“, erklärt Graveurmeister Dirk Hartmann. Schließlich würde bei der Ausarbeitung der Figur ein anderer Fräser verwendet als bei dem Text. Danach beginne mit Stichel, Meißel und Schmirgelpapier die Handarbeit. „Alles was plastisch gemacht wird, ist Handarbeit“, erklärt der Graveurmeister.

Vom Prägestempel bis zur fertigen Medaille ist es ein mehrstufiges Verfahren: Der Rohling, der mithilfe des Prägestempels aus einem Messingstrang ausgestanzt wurde, wird dann geprägt, geschliffen, galvanisiert, geschwärzt, gebürstet, getrocknet, gespritzt und eingebrannt.

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Die Medaille

Die doppelseitig geprägte Medaille mit 80 Millimeter Durchmesser und fünf Millimeter Höhe zeigt das Abbild der Justitia, der Göttin für Gerechtigkeit. Am vergangenen Freitag verlieh der Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner dem polnischen Richter Igor Tuleya die Medaille für sein herausragendes Engagement.

Ein Unternehmen mit Tradition

Seit der Gründung des Unternehmens durch den Techniker August Steinhauer und dem Kaufmann Adolf Lück fertigt die Firma Orden, Medaillen und Abzeichen für verschiedene Vereine, Verbände und Organisationen.

Die Fertigung der Medaille zum Rechtsstaatlichkeitspreis ist für die Mitarbeiter des Unternehmens eine besondere Ehre.

„Als Unternehmen in Deutschland dafür ausgewählt zu werden so eine Medaille zu produzieren für Rechtsstaatlichkeit das ist natürlich eine große Ehre auch für uns“, berichtet Herstellungsleiter Kai Hermann. Und die Vertriebsleiterin Marion Wittlich ergänzt: „Es ist natürlich auch ein ganz wichtiges Thema innerhalb der europäischen Union das Problem Rechtsstaatlichkeit, man denke an Polen, man denke an Ungarn. Die Länder finden das total wichtig und gut das ein solcher Preis ins Leben gerufen worden ist. Das die Medaille von Deutschland aus über den Europaminister in Brüssel an die entsprechenden Personen verliehen wird, dass finden wir ganz toll und es ist auch ein wichtiges Zeichen“.

Dirk Hartmann verleiht dem Prägestempel den letzten Schliff.

 

 

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