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Rund 180 Teilnehmer versammelten sich zur Kundgebung im Rosengarten. Mit dabei war auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari (Mitte). Foto: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Für ein geeintes Europa, gegen spalterische Tendenzen und rechte Parolen und Ausgrenzung: Rund 180 Frauen und Männer nahmen am Samstagmittag an einer Kundgebung im Rosengarten teil. Die Veranstaltung sollte auf die Bedeutung der Europäischen Union und auf den hohen Stellenwert der Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai aufmerksam machen.

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Innerhalb kürzester Zeit hatten die Initiatoren des Bündnisses für Europa, SPD-Stadtverbandsvorsitzender Fabian Ferber und Ralf Schwarzkopf als Vorsitzender der Lüdenscheider CDU, zahlreiche Mitstreiter gefunden. Unter dem Dach des überparteilichen Bündnisses machten sich zahlreiche Organisationen für den Europagedanken stark.

Frieden, Freiheit, Toleranz aber auch Wohlstand und Wirtschaftswachstum

Frieden, Freiheit, Toleranz aber auch Wohlstand und Wirtschaftswachstum – das alles könne nur eine Europäische Union garantieren, in der alle Mitgliedsländer an einem Strang zögen, betonten die Rednerinnen und Redner. Bernd Schildknecht, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Märkischen Kreis, warnte vor der Gefahr und den Folgen des Rechtspopulismus. Er erinnerte an das Leid, das der Nationalsozialismus über Europa gebracht hat und zitierte aus dem Epilog von Brechs Parabel „Der unaufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“, dessn Schlusssatz lautet: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“.



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Klaus Majoress: Europa entscheidet sich auch an der sozialen Frage

Klaus Majoress, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, warnte davor, nur auf Krisen und Probleme zu starren. „Man kann auch die Chancen sehen und sich aufmachen, das Möglichste zu tun, und wenn es nur die Stimme ist, die wir abgeben, mit der wir den Weg in die nächsten Jahre unseres europäischen Miteinanders weisen.“ Europa, das sei der Gestaltungsspielraum freiheitlicher Demokratie. Die Zukunft Europas sei nicht nur eine Frage der wirtschaftlichen Entwicklung, Europa werde sich auch an der sozialen Frage entscheiden und daran, „ob wir unser Leben in einem sozialen Miteinander gestalten oder in Ausgrenzung und Abgrenzung voneinander.“

CDU-Europaabgeordneter Dr. Peter Liese (links) und MK-Landrat Thomas Gemke. Foto: Wolfgang Teipel

In kurzen Ansprachen wiesen Landrat Thomas Gemke, Bürgermeister Dieter Dzewas, Dr. Arnhild Scholten, Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins, und weitere Rednerinnen und Redner darauf hin, dass es sich lohne, für Europa zu kämpfen. Thomas Gemke bedauerte, dass sich in anderen Städten des Märkischen Kreises keine vergleichbaren Initiativen entwickelt hätten. “Europa ist keine Selbstverständlichkeit”, sagte er.

Zum Abschluss der Kundgebung sangen die Teilnehmer die “Ode an die Freude”. Foto: Wolfgang Teipel

Den Schlusspunkt setzte ein musikalischer Appell mit „einer der schönsten Liedzeile, die ich kenne“, so Fabian Färber. Gemeinsam sangen die Besucher im Rosengarten, angeleitet von Sängerin Irene Glörfeld vom Lüdenscheider Chor „Cantabile“, die Europa-Hymne „Ode an die Freude“ mit der Schlusszeile: “Alle Menschen werden Brüder, wo Dein sanfter Flügel weilt“.

Fotos in der Galerie von Iris Kannenberg und Wolfgang Teipel

 

 

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