Rico Huntjens, Stefan Hesse, René Pajer und Marc Tegtmeyer im Spendenlager der Hardcore Help Foundation. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „In besonderen Situationen steht Lüdenscheid zusammen“, sagt Stefan Hesse, Vorsitzender des Caritasverbandes Altena-Lüdenscheid. Der Beweis: Zahlreiche Vereine, Unternehmen und Vereine folgten einem Spendenaufruf der Caritas und des Vereins „Wir für Lüdenscheid “ und überwiesen unterm Strich 25.000 Euro auf das Spendenkonto. Das Geld ist für Hilfsbedürftige in der Ukraine bestimmt.

Wasser für zwei Krankenhäuser

Die Hälfte reichten Caritas und „Wir für Lüdenscheid“ an die Hilfsorganisation Hardcore Help Foundation weiter. Das Team um Rico Huntjens organisierte mit dem Geld zwei Sattelschlepper. Die Ladung: 47.000 Liter Wasser für zwei Krankenhäuser in der Südukraine. „Sie sind von der Wasserversorgung abgeschnitten. Die russischen Streitkräfte haben die Infrastruktur zerstört“, berichtete Rico Huntjens bei einem Treffen am neuen Standort der Hardcore Help Foundation Am Fuhrpark.

Mitglied im Netzwerk „Ziviler Krisenstab“

Die Hardcore Help Foundation ist Mitglied des Netzwerkes „Ziviler Krisenstab“. Sie verfügt damit über Kontakte zu 30 weiteren Hilfsorganisationen, die sich bei der Ukraine-Hilfe gegenseitig unterstützen.

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Die Planung solcher Transporte ist nicht einfach. „Immer wieder kommen Kämpfe dazwischen“, sagt René Pajer von der Hardcore Help Foundation. „Man braucht ein Zeitfenster, in dem es mal etwas ruhiger ist. Eigentlich plant man alles dreimal.“ Auch wenn die Sattelschlepper angekommen sind, bleibe es schwierig. „Das Wasser wird an geheimen Orten gelagert, bevor es verteilt wird.“

„Wir für Lüdenscheid“ und Caritas haben die Hardcore Help Foundation ausgewählt, weil die Organisation als Spezialist für Logistik gilt. „Wir verfügen nicht über diese Erfahrung!“, erklärte Stefan Hesse. Auf die Zuverlässigkeit und Kompetenz von Rico Huntjens und Co. könne man bauen, betonte Marc Tegtmeyer, Vorsitzender von „Wir für Lüdenscheid e. V.“

Hoffen auf weitere Spenden

Alle Beteiligten hoffen, dass der Spendenfluss nicht nachlässt. Aber: „Wir befinden uns gerade in einem Sommerloch“, berichtete Rico Huntjens. „Die Spende kommt genau zum richtigen Zeitpunkt.“

12.500 Euro gingen als Spende an die Sauerländer Jungs, einem privaten Lüdenscheider Hilfsverein, der bereits vor einigen Wochen einen Transport in die Ukraine organisiert hat.

„Es war uns ein Herzensanliegen, den Menschen in der Ukraine zu helfen“, sagte Marc Tegtmeyer. Er dankt allen Unternehmen, Vereinen und Privatpersonen aus Lüdenscheid für ihre überwältigende Spendenbereitschaft.

Stefan Hesse rechnet damit, dass weiter Spenden für die Ukraine benötigt werden. „Die Lage in der Ukraine ist dynamisch und noch lange nicht vorbei“, sagte er. Wer Geld spenden möchte, könne das über folgende Bankverbindungen tun:

Sparkasse MK DE09 4585 1020 0080 0011 91
Volksbank DE67 4476 1534 2313 4781 00
Verwendungszweck: “Lüdenscheid hilft UA”

Informationen über die Arbeit der Hardcore Help Foundation hier: https://www.hardcore-help.org

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