(v.l.n.r.) Markus Müller (Fachbereichsleiter Umwelt und Klima), Sebastian Wagemeyer (Bürgermeister), Michael Lücker (Verbraucherzentrale Lüdenscheid) Lisa Flender (Fachdienst Umweltschutz und Freiraum) und Matthias Wagner (Weltladen Lüdenscheid) freuen sich über die Rezertifizierung. Bild: Viola Schütz

Lüdenscheid. Die Stadt Lüdenscheid fördert den fairen Handel und konnte sich dadurch im Jahr 2020 erstmals als Fairtrade-Stadt zertifizieren. Da dieser Titel alle zwei Jahre von dem Verein „Fairtrade Deutschland“geprüft wird, erfolgte nun die Rezertifizierung.

Die Rezertifizierung als Fairtrade-Stadt

Fairtrade verändert den Handel beispielsweise durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen- und Schwellenländern. Und Fairtrade wächst – im Jahr 2020 waren 685 Städte und Gemeinden als Fairtrade-Stadt zertifiziert, jetzt liegt die Anzahl der Städte, die den Status erlangt haben, bereits bei 801.

Die Voraussetzungen für die zweite Zertifizierung waren laut Lisa Fendler aus dem Fachdienst für Umweltschutz und Freiraum, die gleichen, wie bei der ersten Zertifizierung. Mittels eines Ratsbeschlusses wurde festgelegt, dass Lüdenscheid eine Fairtrade-Stadt bleiben soll. Weiter haben sich die Verbraucherzentrale, der Weltladen und die Stadtverwaltung sich federführend darum gekümmert, dass die Kriterien wieder erfüllt werden. Dazu gehörte neben einer gewissen Öffentlichkeitsarbeit auch die Bildung von Steuerungsgruppen und den Nachweis von fair gehandelten Produkten.

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Fairtrade in Lüdenscheid

„Kaffee, Kakao, Tee, Orangensaft, Bananen, Orangen im Lebensmittelbereich sind die klassischen Produkte, die man weit verbreitet findet. Geschäfte wie der Weltladen, haben dann auch textile Waren oder Brillenetuis“, berichtet Matthias Lücker von der Verbraucherzentrale Lüdenscheid. Angeboten werden die Produkte in vielen Verkaufsstellen, in Cafés und Restaurants, aber unter anderem auch in Sportvereinen und Kirchengemeinden. Und auch in den Schulen wird das Thema Fairtrade verwirklicht. Beispielsweise wurde bei der Fußballstadtmeisterschaft der Schulen mit einem „fairen Fußball“ gespielt und auch fair gehandelter Orangensaft, sowie Kaffee und Tee in den Lehrerzimmern, kann vorhanden sein.

Fairen Handel in der Stadt fördern

„Es ist schön, dass die Stadt vor einer Ewigkeit schon die Anregung aufgenommen hat und angepackt hat. Der Weltladen hat sich sehr darüber gefreut, dass der Entwurf damals aufgenommen wurde und jetzt auch weiterlebt“, erzählt Matthias Wagner vom Weltladen Lüdenscheid. Auch Bürgermeister Sebastian Wagemeyer sieht die Rezertifizierung der Stadt Lüdenscheid als positives Zeichen: „Der Zustand der Welt spricht sehr dafür, dass zu tun.“

 

 

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