Frank Cimmeck, Dagmar Plümer, Dietmar Hartschwager, Michael Lücker, Rolf Scholten, Anne Altrogge, Guntram Behle und Friedhelm Holtz stellten das Reparaturcafé vor. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Das hat in Lüdenscheid gefehlt: Ein Angebot an alle, die mit Unterstützung von Fachleuten ihren kaputten Toaster, ihre defekte Lieblingsleuchte oder anderes lieber reparieren als auf den Müll werfen wollen. Selbst tüfteln unter fachkundiger Anleitung — das geht ab 3. November regelmäßig im Reparaturcafé in der Stadtbücherei.

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Das Reparaturcafé wird in Trägerschaft der Stadtbücherei als ein Lernangebot für die Menschen in Lüdenscheid („Hilfe zur Selbsthilfe“) angeboten. Es ergänzt die vielen anderen Angebote.

Einsatz für mehr Nachhaltigkeit

„Wir machen uns stark für Nachhaltigkeit“, sagt Dagmar Plümer. Die Leiterin der Stadtbücherei freut sich zusammen mit Rolf Scholten vom Freundeskreis der Stadtbücherei, dass sie innerhalb von neun Monaten ein kompetentes Team gefunden haben, mit dem sie jetzt das Reparaturcafé auf die Beine stellen können. Die Initiatoren wurden begleitet und beraten vom Freundeskreis der Stadtbücherei (organisatorische und finanzielle Unterstützung), der Umweltberatung der Verbraucherberatung (organisatorisch und praktisch), dem Altstadtbüro (organisatorisch und Beratung), der Ehrenamtsbörse (Beratung) und etlichen Helfern.

Wie soll es laufen?

Wie läuft das Reparaturcafé? Elektrische und elektronische Geräte (Haushaltsgeräte, Stecker, Handys usw.), Spielzeug und Kleidung können von Bürgerinnen und Bürgern unentgeltlich unter Anleitung ehrenamtlicher Fachleute selbst repariert bzw. geflickt werden, um auf diese Weise den Gedanken der Nachhaltigkeit zu fördern und Geräte wieder nutzbar zu machen.

Werkzeuge mussten zum großen Teil beschafft werden, was dank der Spenden der Sparkasse Lüdenscheid und der Firma Lienkämper möglich war.

Noch Unterstützer gesucht

Knapp zehn ehrenamtliche Mitarbeiter haben sich bereits gemeldet und tatkräftig bei den Vorbereitungen geholfen, weitere Helferinnen und Helfer sind aber willkommen. Außerdem werden noch Menschen für den Anmeldebereich gebraucht, hierfür wird kein Fachwissen benötigt. Interessenten können sich melden unter der Tel.-Nr. 17-1500 (zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei) oder per Mail  unter stadtbuecherei@luedenscheid.de

Ausdrücklich wird betont: Das Reparaturcafé ist keine Konkurrenz zum Handwerk . „Deshalb erheben wir keine Gebühren oder Entgelte, auch nicht für Ersatzteile, die gegebenenfalls von den Besuchern zu besorgen sind. Im Zentrum stehen Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe“, unterstreicht Rolf Scholten. Einen gewerblichen Charakter solle die Einrichtung keinesfalls erhalten. Es würden auch keine Reparaturen während der Garantiefrist durchgeführt. Es gehe nur um die Reparatur von Kleingeräten, Fernsehgräte und Fahrräder seien ausgeschlossen.

Drei Praktiker als Kernteam

Friedhelm Holtz, Frank Czimmeck und Dietmar Hartschwager sind gespannt, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen. Die drei Männer kennen sich mit Reparaturen aller Art aus. Sie sind Praktiker aus der Elektro- und Werkzeugmacher-Branche. Die drei Tüftler bilden zurzeit den Kern des Reparaturcafés. Mit von der Partie ist Michael Lücker von der Verbraucherberatung. Er lädt alle Interessenten am 27. Oktober von 10 bis 12.30 Uhr zu einem ersten Reparatur-Workshop in die Stadtbücherei ein.

Wie soll es heißen?

Offizieller Start des Reparaturcafés ist dann am 3. November (10 bis 12.30 Uhr) im Aktionsraum der Stadtbücherei. Anschließend ist es zunächst jeden ersten Samstag im Monat geöffnet.

“Reparaturcafé in der Stadtbücherei“ ist noch ein Arbeitstitel. “Wir suchen noch einen griffigen und originellen Namen – er soll möglichst sofort verständlich machen, worum es geht und dass es ein Angebot in der Bücherei ist“, sagt Rolf Scholten. Vorschläge sind willkommen.

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