Im Bereich des ehemaligen Sportplatzes Katzenbusch und an der Elsemühle wurden massive Baumfällungen durchgeführt. Foto: Hornig

Plettenberg. In einem Leserbrief kommentiert Brigitte Hornig aus Plettenberg Baumfällungen, die im Zuge der Hochbauarbeiten im Elsetal durchgeführt wurden.

“Für den Neubau einer Lagerhalle der Firma Mendritzki auf dem früheren Sportplatz Katzenbusch und die Verbreiterung der Straße An der Elsemühle wurden in der letzten Woche Holzfällungen vorgenommen. Es bietet sich ein Bild der Verwüstung.

Allerdings waren diese Maßnahmen lange geplant und auch die Anwohner haben sich offensichtlich damit abgefunden. Es sollen auch Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. Unverständlich aber, dass nicht umsichtiger und rücksichtsvoller vorgegangen wurde und auch alte, gesunde und schützenswerte Bäume gefällt wurden, die eigentlich erhalten bleiben sollten.

Zudem sind auch am Radweg oberhalb der Baustelle, entlang des Grabens Dieckesdamm, komplett alle Bäume abgesägt worden. Es soll dort ein kleiner Bach eingeleitet und in anderer Fließrichtung um den Neubau herum geleitet werden. Nun fragt man sich aber, warum zuvor ringsherum alles zerstört werden musste, beidseitig des Grabens.

Laut Planungen ist dieser Bereich für den Naturerhalt vorgesehen; es ist der Lebensraum vieler Vögel. Ein Eisvogel soll sich dort noch einfinden. Zaunkönige nisteten im Wurzelwerk alter Weiden. Mit etwas Umsicht hätte man dieses Biotop sicher schützen und als Ausgangspunkt für die Neugestaltung ansehen können. Bereits vor 2 Jahren wurde der Graben im Frühjahr ausgefräst und der dort vorhandene Laich zerstört. Die Reaktion der Naturschutzbehörden wurde nicht publik gemacht.

Während man sich vielerorts Gedanken macht um Naturschutz und Artenvielfalt, die Bedeutung von Grün- und Wasserflächen in Zeiten des Klimawandels, kommt in unserer Stadt weiterhin das ganz grobe Gerät zum Einsatz, ohne jegliche Rücksichtnahme.

Es wird nun viele Jahre dauern, bis ein Baumbestand von solch großem Wert nachgewachsen ist.”

Brigitte Hornig, Plettenberg

Leserbriefe geben die Meinung der Verfasserinnen wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu kürzen vor.

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