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Nur eine Stammzellenspende kann dem sechsjährigen Leonard helfen. Foto: DKMS

Meinerzhagen/Köln. Der sechsjährige Leonard leidet unter dem Myelodysplastischen Syndrom – kurz MDS genannt. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich am Sonntag, 8. September, beim Aktionstag im PZ der Kiersper Gesamtschule(11 bis 16 Uhr) als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Auch Geldspenden werden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.

Er wäre so gern ein richtiges Schulkind

Anfang des Jahres ist die Freude groß. Dieses Jahr ist es endlich soweit: Nach den Sommerferien wird Leonard eingeschult und kann endlich ein richtiges Schulkind sein. Der sechsjährige aus Meinerzhagen liebt, es mit seinem Bruder zu toben, baut mit Lego seine Fantasiewelt und freut sich auf den Schulbeginn. Doch schon im Februar wird die Freude getrübt.

Nur eine Stammzellenspende kann helfen

Den Eltern des aufgeweckten Jungen fällt auf, dass ihr Sohn sehr blass ist. Sie machen sich Sorgen und es folgen einige Arztbesuche. Die schlechten Blutwerte schob man zunächst auf einen Infekt. Als sich die Werte aber nicht besserten, wurde im Mai eine Knochenmarkpunktion durchgeführt. „Im Juni erhielten wir dann die niederschmetternde Diagnose: Leo leidet unter MDS“, erzählt Leonards Mama. Nur eine Stammzellspende kann ihm helfen wieder ganz gesund zu werden und nur dann kann er ein unbeschwertes Schulkind sein.



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Registrierungsaktion organisiert

Als die Kollegen von Leos Oma davon erfahren, steht für das Team der Seniorenresidenz Kierspe sofort fest, dass sie zusammen mit der DKMS eine Registrierungsaktion organisieren möchten: „Wir wollen helfen und einen Helden für Leonard oder einen anderen Patienten auf der Welt finden“, erklärt Anna Heinz, die Teil der Initiativgruppe ist.

Seit der Termin für die Aktion feststeht, kümmert sich die Gruppe gemeinsam um die geplante Aktion, sucht viele ehrenamtliche Helfer und Unterstützer und verteilt Flugblätter. Zusätzlich wird ein Buffet für den Aktionstag organisiert. Essen und Getränke können gegen eine freiwillige Spende zu Gunsten der DKMS erworben werden.

„Wir sind begeistert und dankbar für so viel Unterstützung“, so die Mama des Jungen. „Leonards größter Wunsch ist es, wieder ganz gesund zu werden, um später wie der Papa Ingenieur zu sein. Deswegen bitten wir von Herzen, dass alle zur Aktion kommen.“

© Valéry Kloubert für DKMS

Am 8. September von 11 bis 16 Uhr

Unter dem Motto „Leonard sucht Helden!“ appellieren die Eltern gemeinsam mit Freunden und Bekannten an die Bürger in der Region, sich am Sonntag, 8. September, von 11:00-16:00 Uhr im Pädagogischen Zentrum Kierspe, Otte-Ruhe-Str. 2, 58566 Kierspe als potentielle Spender in die DKMS aufnehmen zu lassen.

Grundsätzlich kommt jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren, der mindestens 50 kg wiegt, als Spender in Frage. Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können.

Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

Auch jeder Euro zählt

In einer Sache sind sich alle Beteiligten einig: „Was sind schon fünf Minuten Zeit für einen Wangenabstrich, wenn man damit vielleicht ein Menschenleben retten kann?“
Da die DKMS als gemeinnützige Gesellschaft im Kampf gegen Blutkrebs auf Spendengelder angewiesen ist, wird um finanzielle Unterstützung gebeten. Jeder Euro zählt.

Spendenkonto: IBAN DE84700400608987000128
Verwendungszweck: VIL 273

Über die DKMS: Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Sie wurde vor 25 Jahren in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet, dessen Ehefrau an den Folgen einer Leukämieerkrankung verstarb.

Heute ist die DKMS-Familie außer in Deutschland auch in den USA, in Polen, Spanien und in UK aktiv. Gemeinsam haben sie mehr als 9,3 Millionen Lebensspender registriert und die DKMS zu einer weltweit bedeutenden Organisation im Kampf gegen Blutkrebs gemacht. Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich täglich dafür ein, jedem Blutkrebspatienten
eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

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