Vorgeschmack auf ein dickes Dankeschön: Feuerwehrchef Dirk Kersenbrock und Lars Busch mit dem Muster-Frühstückskorb. Foto: Wolfgang Teipel

Schalksmühle. Geschafft: Lars Busch und die Schalksmühler Bevölkerung haben ein deutliches Zeichen der Anerkennung für Freiwillige Feuerwehr, DRK und Polizei gesetzt. Bei einer Spendenaktion für die Helferinnen und Helfer in der Flutkatastrophe hat Lars Busch Lebensmittel für 125 Frühstückskörbe gesammelt. „Dabei war keine einzige Großspende“, betonte er bei der symbolischen Übergabe am Sonntagmorgen. „Alles stammt von Schalksmühler Bürgerinnen und Bürgern, die die Sachen bei mir abgegeben haben.“ Darüber hinaus hat Lars Busch 3500 Euro Geldspenden eingenommen. Über die Verwendung soll in den nächsten Tagen beraten werden.

Abordnungen am Gerätehaus in der Spormecke

Abordnungen der vier Löschzuge, Polizei und DRK waren am Sonntagmorgen dabei, als am Feuerwehrgerätehaus in der Spormecke Lars Busch einen Frühstückskorb an  Feuerwehrchef Dirk Kersenbrock übergab. Der größte Teil der Lebensmittel lagert in Kartons in einer Garage. „So lassen sich die Sachen einfacher transportieren“, erklärte Lars Busch. Die Löschzüge werden die Pakete in den nächsten Tagen abholen.



Als erstes 120 Gläser Marmelade

Lars Busch, Initiator des Aufrufs, erinnerte sich am Sonntag: „Schon fünf Minuten, nachdem ich den Aufruf über Facebook gestartet hatte, lieferte jemand 120 Gläser mit Marmelade an.“ Und so ging es bis Samstag weiter, Schlag auf Schlag. Konserven, Getränke, Süßigkeiten und andere haltbare Lebensmittel. Zusammen mit seiner Partnerin verteilte Busch die Spenden auf Kartons.

Er erinnerte weiter an die 159 Einsätze, die die Freiwillige Feuerwehr in den Katastrophentagen gefahren hatte. „Das war innerhalb kürzester Zeit die Hälfte der Einsätze, zu denen die Feuerwehr sonst in einem ganzen Jahr ausrückt.“ Dafür habe sie Anerkennung und Dank verdient.

Die vier Löaschzüge hatten Abordnungen zum Gerätehaus in der Spormecke geschickt. Foto: Wolfgang Teipel

BM Schönenberg: “Fast Unmenschliches” geleistet

Bürgermeister Jörg Schönenberg sprach davon, dass die Wehr „fast Unmenschliches“ geleistet habe.  Zugleich erinnerte er an die beiden Feuerwehrmänner aus Altena und Werdohl, die bei Einsätzen während des Unwetters ums Leben gekommen waren.

Sechsstelliger Betrag auf dem Spendenkonto der Gemeinde

Jetzt gelte es, die Lehren aus der Katastrophe zu ziehen. Zunächst müssen aber den besonders schwer getroffenen Menschen geholfen werden. Auf dem Spendenkonto der Gemeinde habe sich inzwischen ein sechsstelliger Betrag angesammelt. Viele Menschen befänden sich jetzt in einer Notlage. „Wem wir mit dem Geld etwas helfen können, darüber werden wir in den nächsten Tagen beraten“, kündigte Bürgermeister Jörg Schönenberg an.

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