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Die Begegnung mit Kunst erfordert Auseinandersetzung. Das gilt auch für Marina Bocherts "mit den Augen das Gehirn anschauen", das im Skulpturengarten des Museums zu sehen ist. Foto: Marina Borchert

 Lüdenscheid. (PSL) Die Kunstfreunde Lüdenscheid e.V. laden am Sonntag, 22. November, zu einem Abendgespräch im Rahmen des Kunstsalons zum Thema „Die Sache mit der zeitgenössischen Kunst?! – ein kritischer Blick und ein Ernstnehmen mit Erkenntnismöglichkeiten jenseits von Flaschen- und Fahrradständern“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in den Museen der Stadt Lüdenscheid. Der Eintritt ist frei.

Mit den regelmäßig stattfindenden Ausstellungsformaten der Märkischen Kulturkonferenz e.V. zur Vergabe des Märkischen Stipendiums Bildende Kunst sowie des Ida Gerhardi Förderpreis stellt sich dem einen oder anderen interessierten Betrachter die Frage: Was ist das eigentlich, was ich da sehe? Ist das Kunst? Was macht es zur Kunst?

Diese Frage „Was ist Kunst?“ ist von Philosophen und Künstlern aller Gattungen zu allen Zeiten diskutiert worden – manchmal analytisch, manchmal leidenschaftlich, manchmal humoristisch. Versuchte Antworten dazu findet man in Fülle.

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So beispielsweise in Robert Motherwells „Kunst ist eine Erfahrung, nicht ein Objekt“ oder Johann Wolfgang von Goethes „Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“. Aber auch das bekannte „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ von Karl Valentin greift einen wichtigen Aspekt heraus, der unabdingbar ist, wenn es um die Wahrnehmung und das mögliche Begreifen nicht nur zeitgenössischer Kunst geht.

Ohne den offenen, neugierigen Blick und die Bereitschaft zur Diskussion bleibt uns die Kunst verschlossen. So wurde bereits 1988 anlässlich der Eröffnung der Museen der Stadt Lüdenscheid im damals neuen Gebäudekomplex formuliert: „Um in den Dialog mit den Kunstwerken zu treten und diesen intensiv und produktiv führen zu können, sind offene Augen und Toleranz […] notwendig. […] Auch geht es bei der Begegnung mit Kunst nicht ausschließlich um die Freude, die im Einzelfall möglicher Gewinn sein kann, vielmehr erfordert die Auseinandersetzung auch Anstrengung, sich den zunächst vielleicht ungewohnten Bildwirklichkeiten zu stellen.“

In diesem Sinne freuen sich die Kunstfreunde Lüdenscheid und die Städtische Galerie auf einen engagierten, toleranten und vor allem neugierig machenden Gesprächsabend.

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