KUK Vorsitzender Karl-Heinz Kraus (Foto) und Rüdiger Kahlke präsentierten das geplante Programm fürs 1. Halbjahr 2021 und erläuterten, welche Optionen es gibt. Foto: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen/Kierspe. Kabarett, Kino, Konzerte, KuK-Tours – 25 Jahre Verein für Kommunikation und  Kultur. Das KUK-Programm fürs Jubiläumsjahr wartet mit klangvollen Namen auf, mit bunter Vielfalt. Ein Programm, das sich sehen lassen kann. Soweit die Planung mit, wie sollte es anders sein, dem Neujahrskonzert als Auftakt. Der Flyer mit den Events für das erste Halbjahr 2021 war schon druckfertig, als der zweite Lockdown kam und wieder alles infrage stellte.

“Chocolat” im Herbst

„Es war sehr schnell klar, dass wir das traditionelle Neujahrkonzert mit der Philharmonie Südwestfalen würden absagen müssen“, blickt KUK-Vorsitzender Karl-Heinz Kraus auf die Szene im November und Anfang Dezember zurück. Fest geplant  – und zumeist auch schon gebucht – waren da allein bis Ende Juni 14 Veranstaltungen. Das Neujahrskonzert, das am 13. Januar einen beschwingten Auftakt ins Kultur- und Jubiläumsjahr 2021 bieten sollte, wurde gestrichen. Das Stück „Chocolat“ , mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer, das am 20. Februar über die Stadtbühne gehen sollte, soll nun im Herbst nachgeholt werden.



“Stehen in den Startlöchern”

„Wir stehen in den Startlöchern, um unserem Publikum wieder hochwertige Angebote machen zu können“, hofft Kraus, dass sich die Corona-Lage bald entspannt und zumindest mit Hygiene-Konzepten Kultur wieder möglich wird. Die Unsicherheit ist auch der Grund, warum der Flyer noch auf sich warten lässt. „Es macht keinen Sinn, mit dem Programm Appetit zu machen und dann wieder Veranstaltungen absagen zu müssen“, erklärt Wolfgang Schmitz, 2. Vorsitzender, die Verzögerung. Üblicherweise lag das faltbare Programm jeweils im Dezember vor. Für viele war es ein Impuls, zum Fest Gutscheine für KUK-Kultur zu verschenken.

Funktionierendes Hygiene-Konzept

„Unser Hygiene-Konzept,  hat beim Kabarett-Abend mit Jürgen Becker im September gut funktioniert und ist viel gelobt worden“, sagt Kraus, „aber wir haben auch eine Verantwortung und Vorbildfunktion, was die Gesundheit der Beteiligten und die Akzeptanz der Regeln angeht.“ Somit werde intern bei KUK als auch im Gespräch mit den Akteuren und den Behörden abgewogen was möglich sei. KUK sieht das Jubiläumsprogramm als optimistischen Versuch, mit dem Virus zu leben, sich aber nicht von ihm vereinnahmen zu lassen.

Angebote “Balsam für unsere strapazierten Gemüter”

Das Bedürfnis, mal wieder Kultur zu genießen ist groß. Die Angebote „können Balsam für unsere strapazierten Gemüter sein“, heißt es im Editorial des Flyers. Oder wie Pablo Picasso es formuliert hat: „Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen. Es gilt, Begeisterung zu wecken, denn Begeisterung ist das, was wir am meisten benötigen – für uns und für die jüngere Generation.“ Wer wünscht sich das nach fast einem Jahr mit Corona nicht: mal wieder befreit genießen zu können, den Alltag mit seinen Einschränkungen hinter sich lassen zu können? Dabei bleibt KUK flexibel. Sollte die Situation es zulassen, „können wir kurzfristig weitere Angebote ermöglichen“, so Wolfgang Schmitz.

Hoffnungen richten sich aufs Frühjahr

Die Hoffnungen zum Jahresbeginn richteten sich auf das Frühjahr und die Impfungen. Deren schleppender Start und die Mutationen des Virus bereiten indes wieder neue Sorgenfalten. Richtig durchstarten könne man wohl erst nach den Sommerferien, glaubt das KUK-Team.

  • Am 10. September steht ein Konzert mit „Basta“ auf dem Programm.
  • Am 24. September wird das gecancelte Konzert mit Cuarteto Mosaico nachgeholt.
  • „Queenz of Piano“, die schon am 31. Oktober 2020 in der Stadthalle gastieren sollten, treten nun am 8. Oktober auf.
  • Das westfälischen Landestheater mit „Nathan der Weise“, eigentlich für den 11. Januar vorgesehen, gastiert am 9. November in der Stadthalle.
  • „Chocolat“ mit den TV-Stars Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer wird am 27. November zu sehen sein.
  • Bereits am 23. November können sich Fans von Jürgen B. Hausmann auf ein Wiedersehen mit ihrem Star freuen.

Das KUK-Team hofft dennoch, dass vielleicht früher wieder etwas möglich ist – zumindest ab Mai. Alle Aktionen, die bis dahin geplant waren, sind gestrichen oder verlegt worden.

  • So könnte am 8. Mai das Musik-Programm „Schöne Welt, du gingst in Fransen“ in der Brennerei Rönsahl zur Auftaktveranstaltung des Jubiläumsjahres werden. Dann will das Wunderhorn-Quartett Erinnerungen an die vermeintlich „Goldenen Zwanziger“ wecken.
  • Für den 16. Mai ist nach der Corona-Pause wieder KUK-Kino mit Frühstück geplant. Gezeigt wird „Ein Sommer in New York“.
  • Am 5. Juni gibt es Kabarett mit Sebastian Pufpaff in der Stadthalle.

Ersatztermine zu finden wird immer schwieriger

Insgesamt sind, abgesehen von KUK-Tours und KUK-Kino, allein 2020 zehn Großveranstaltungen ausgefallen. Dazu die Absagen in den ersten Monaten 2021. „Langsam wird es problematisch noch Ersatztermine zu finden“, gibt KUK-Vorsitzender Kraus zu bedenken. Damit wird ein Teil des Jubiläumsprogramms wohl erst 2022 über die Bühne gehen. „Wir gehen aufgrund der Presseberichte zur Verlegung der Antragstellung auf September 2021 davon aus, dass wir die Stadthalle auch noch in den ersten Monaten 2022 nutzen können“, hoffen Karl-Heinz Kraus und Wolfgang Schmitz. KUK hat jedenfalls auch nach 25 Jahren keine Ermüdungserscheinungen. „Wir setzen alles daran, unseren Besuchern auch künftig ein attraktives Programm zu bieten“, betonen die KUK-Vorsitzenden.

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