Aus den Händen von Landrat Marco Voge nahmen Doris Busch und Wolfgang Schmitz vom Verein für Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen den ebenfalls mit 2.500 dotierten "zweiten" zweiten Heimatpreis entgegen. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Meinerzhagen/Märkischer Kreis. (pmk) Zur Förderung des Heimatgedankens und als Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement hat der Märkische Kreis Heimatpreise im Wert von insgesamt 10.000 Euro sowie drei Sonderpreise verliehen. Der Verein für Kultur und Kommunikation Kierspe-Meinerzhagen (KUK) landete auf Platz zwei.

Im Rahmen des Förderprogramms des Landes NRW hat der Märkische Kreis zum dritten Mal den Heimatpreis ausgelobt. Im Ständesaal des Altenaer Kreishauses fand nun die feierliche Preisverleihung statt unter musikalischer Begleitung der Chrisdana Twins. 15 Projektträger hatten sich beworben. Da blieb der vom Kreistag benannten Jury unter Leitung von Landrat Marco Voge nur die Qual der Wahl: „Wir als Jury hatten es bei den vielen guten Bewerbungen nicht einfach und haben es uns auch nicht leichtgemacht, die Preisträger zu ermitteln. Im Ergebnis haben wir unsere Entscheidungen aber einstimmig getroffen“, machte Voge deutlich.

Platz 1 für Förderverein Sauerlandpark Hemer

Über den ersten Platz und 5.000 Euro durfte sich der Förderverein Sauerlandpark Hemer e.V freuen. Den zweiten Platz teilten sich der Verein Eisenbahnfreunde Hönnetal und KUK e.V., Verein für Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen. Beide erhalten jeweils 2.500 Euro. Sonderpreise gingen darüber hinaus an den Heimat- und Verkehrsverein Nachrodt-Wiblingwerde e.V., das nachhaltige Familien-Blühwiesenprojekt „beepart“ und an die Initiative zur Renovierung der Kreuzkapelle in Sümmern.
Als „Leuchtturmprojekt, der über den Märkischen Kreis hinaus strahlt, und großen Glücksfall für die Stadt Hemer und den Märkischen Kreis“, bezeichnete Marco Voge den Sauerlandpark Hemer und die Arbeit des Fördervereins, ohne den der Betrieb des Familienparks gar nicht denkbar sei. Stolze 1034 Mitglieder zählt der Förderverein, der sich seit seiner Gründung 2007 für die Pflege, nachhaltige Entwicklung und Ausstattung des Parkgeländes einsetzt – immer in enger Kooperation mit und unter der Federführung des Sauerlandsparks Hemer GmbH.

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Der Verein Eisenbahnfreunde Hönnetal, der den zweiten Platz erhielt, hat es sich seit 36 Jahren zur Aufgabe gemacht, die Felder Natur, Historie, Gegenwart und Zukunft in Zusammenhang und im Umfeld des Bahnhofes Binolen zu thematisieren und das historische Bahnhofsgebäude zu einem lokalen Eisenbahnmuseum umzugestalten.

Hochwertiges Kulturprogramm

Den anderen zweiten Platz sprach die Jury dem Verein für Kommunikation und Kultur in Kierspe und Meinerzhagen, kurz KUK e.V., zu. Seit 25 Jahren prägt der Verein das Kulturangebot im oberen Volmetal. Dazu gehört ein hochwertiges Kulturprogramm vor Ort sowie die Organisation von Fahrten und Reisen zu kulturhistorisch interessanten Stätten beziehungsweise Veranstaltungen. „Mit dem Format „Local Artists“ macht der Verein die Region attraktiver , stärkt das Selbstwertgefühl und stärkt die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Heimat“, betonte Voge.

Von Klassik bis Rap und Poetry Slam

Das halbjährlich vorgelegte Programm umfasst klassische Musik ebenso wie Chormusik, junge Bande, Rapper und Poetry Slam. Dabei greifen die Autoren Themen ihrer Heimat auf. Ihre Geschichten und Texte spiegeln lokale Besonderheiten und Ereignisse. „KUK rückt Kunstschaffende aus der Region verstärkt in den Fokus, verbindet Generationen miteinander, schafft kulturelle Abwechslung und setzt sich für die Förderung jüngerer Künstler ein“, lobte der Landrat. Doris Busch, Schatzmeisterin des Vereins, und Wolfgang Schmitz, 2. Vorsitzender, freuten sich, dass Kulturveranstaltungen unter Einhaltung aller Hygiene- und Coronaregeln endlich wieder Schwung aufnehmen können.

Drei Sonderpreise

500 Euro Sonderpreis vom Heimatbund des Märkischen Kreises nahm Dr. Christian Schulte, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsverein Nachrodt-Wiblingwerde e.V., entgegen. Der Verein katalogisiert historische Gegenstände aus dem Heimatmuseum in Nachrodt-Wiblingwerde zur Online-Einsicht.

Der zweite Sonderpreis in Form von fünf Kilogramm standortgerechte Sämereien für Blühwiesen ging an das nachhaltige Blühwiesenprojekt „beepart“. Als Familienprojekt in Iserlohn gestartet, zieht das Projekt immer weitere Kreise, sowohl räumlich als auch thematisch. Ziel ist es, auf Wiesen und Felder der Region heimische Wild- und Kulturpflanzen auszusäen, damit mehr Blühwiesen entstehen und Lebensräume für Bienen geschaffen werden.

Den dritten Sonderpreis erhielt die Initiative der Renovierung der Kreuzkapelle. Die Kreuzkapelle ist das älteste erhaltene Baudenkmal in Sümmern. Die Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kreuzkapelle denkmalgerecht zu restaurieren.

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