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Kitas vermitteln Bildung. Deshalb sollen sie nach Auffassung der Linken mittelfristig kostenfrei sein. Foto: Derian/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. Die geplante Schließung des Kindergartens St. Georg in Halver-Oberbrügge hat auch beim Märkischen Kreis Irritationen verursacht. Fachbereichsleiter Eckehard Beck beklagte in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses, dass das Kreisjugendamt von der 2018 bevorstehenden Schließung des Katholischen Kindergartens St. Georg aus der Zeitung erfahren musste. “Das ist kein guter Stil miteinander umzugehen”, kritisierte er. Die insgesamt 42 Plätze würden auch weiterhin in Oberbrügge gebraucht.

Es liefen bereits Gespräche mit anderen Trägern, heiß es im Jugendhilfeausschuss. Offen sei jedoch noch, ob die bestehende Einrichtung in anderer Trägerschaft weitergeführt oder ein neuer Kindergarten entstehen werde. Fachdienstleiter Matthias Sauerland zeigte sich zuversichtlich, bald eine passende Lösung präsentieren zu können.

Rund 500 Plätze für Kinder bis drei Jahre

Insgesamt 2953 Kinder werden im neuen Kindergartenjahr in den Städten und Gemeinden Balve, Halver, Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade und Schalksmühle eine Kindertageseinrichtung besuchen. Davon sind 497 Plätze für die Betreuung von Kindern bis drei Jahren vorgesehen. Über die Tagespflege können zusätzlich bis zu 200 Kleinkinder untergebracht werden. Vorsorglich setzt der Fachdienst Jugendförderung und Kinderbetreuung für die Unterbringung von Flüchtlingskindern in den Städten und Gemeinden zusätzliche Pauschalen von insgesamt 90 Plätzen ein.



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Elternbeiträge: Antrag der Linken abgelehnt

Einen Antrag der Kreisfraktion der Linken zur Neugestaltung der Elternbeiträge für Kindertagesstätten und Offene Ganztagsschulen lehnte der Jugendhilfeausschuss ohne Diskussion mehrheitlich ab. Ziel des Antrags war eine Entlastung der unteren Einkommensgruppe bis 25.000 Euro. Demgegenüber stünden nach Berechnungen der Kreisverwaltung massive Beitragserhöhungen in der 35-Stunden-Betreuung im Einkommensbereich ab 25.000 Euro in Höhe von 20 bis in der Spitze von 36 Prozent gegenüber.

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