Aufgrund der anhaltenden Trockenheit appelliert der Märkische Kreis, keine elektrischen Pumpen einzusetzen, um zum Beispiel mit Bachwasser den Garten zu bewässern. Foto: Andreas Hänke / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. Die anhaltende Trockenheit setzt immer mehr Gewässern im Märkischen Kreis zu. Vor allem kleinere Bäche, aber auch einige Flüsse wie etwa die Hönne, weisen teils niedrige Pegelstände auf oder sind trockengefallen. Im Kreis ist das aber kein neues Phänomen.

Fische, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen leiden unter steigenden Gewässertemperaturen und dem sinkenden Sauerstoffgehalt. Entscheidend ist vor allem das Ausbleiben ergiebiger Niederschläge: kurze Regengüsse wie bei einem Gewitter versorgen den Boden nicht flächendeckend mit genügend Wasser und helfen nicht bei der Grundwasserneubildung.

Für die Natur ist es daher jetzt umso wichtiger, auf jede Entnahme aus den heimischen Bächen und Flüssen möglichst zu verzichten. In immer mehr Regionen Deutschlands mussten die zuständigen Wasserbehörden schon diesbezügliche Verbote aussprechen. Schlimmstenfalls müsste auch der Märkische Kreis als Untere Wasserbehörde eine solche Anordnung treffen.

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Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper appelliert daher: „Setzen Sie keine elektrischen Pumpen ein, um zum Beispiel mit Bachwasser den Garten zu bewässern. Sammeln Sie, wenn möglich, anfallendes Regenwasser.“
Durch den Klimawandel werden in Zukunft immer längere Hitze- und Trockenheitsphasen zu erwarten sein. „Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Ressource Wasser wird dadurch immer wichtiger“, so die Kreisdirektorin.

Unabhängig von der aktuellen Situation hat der Märkische Kreis im vergangenen Jahr die Erarbeitung eines Klimafolgenanpassungs-Teilkonzepts „Wasser“ in Auftrag gegeben, das im kommenden Jahr fertig wird. Darin sollen unter anderem für die Themen Hitze / Trockenheit konkrete Maßnahmen für das Kreisgebiet entwickelt werden.

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