In Plettenberg startet der 3. Call des geförderten Breitbandausbaus. Foto: Deutsche Telekom

Plettenberg. In Plettenberg beginnt die Werbung für die dritte Stufe des staatlich geförderten Breitbandausbaus. Darüber informiert die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

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Nachdem die Deutsche Telekom Plettenberg 2018 zur Gigabit-City ernannt hat, wurden bereits in weiten Teilen der Innenstadt Glasfaseranschlüsse verlegt. Bei dem rein privatwirtschaftlichen Projekt blieben aber doch einige Stadtbereiche unberücksichtigt. Der Sprung über die Lenne oder die Versorgung einiger Täler und Dorfschaften konnten in dem Projekt nicht geleistet werden.

Mit dem sogenannten Bundesförderprogramm 3. Call zum Breitbandausbau realisiert nun die Telekom Deutschland den Ausbau in den unterversorgten Wohngebieten. Damit wird für über 2.000 Haushalte in Plettenberg kostenfrei die Zugangsmöglichkeit zur modernsten, gigabitfähigen Telekommunikations-Infrastruktur per Glasfaseranschluss hergestellt. Der Ausbau soll im Jahr 2021 beginnen und muss bis zum 31.12.2022 abgeschlossen sein.

Der Märkische Kreis hat hierzu einen gemeinsamen Förderantrag mit den Städten und Gemeinden im Rahmen der „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ gestellt. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln des Bundes in Höhe von 30,25 Millionen Euro sowie mit Landesmitteln in Höhe von 28,1 Millionen Euro.

Postanschreiben

Jetzt beginnt die offizielle Akquise. Jeder geförderten Adresse wird aktuell (per Post an die Grundstücks-Eigentümer adressiert) ein Anschreiben zu der Fördermaßnahme zugestellt. Das Anschreiben kommt vom Märkischen Kreis und der Stadt Plettenberg. Neben relevanten Informationen zum Förderverfahren und dem Netz beinhaltet der Brief auch einen kostenfreien Herstellungsauftrag an die Deutsche Telekom.

Der Antrag muss bis zum 7. Mai 2021 ausgefüllt zurückgeschickt werden. Man erhält eine schriftliche Auftragsbestätigung. Sofern der Verlegung eines Glasfaserkabels auf dem Grundstück nicht zugestimmt wird, erfolgt auch kein Anschluss. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt einen Glasfaseranschluss gewünscht werden, betragen die Anschlusskosten derzeit 799,95 Euro. Sollten sie als Mieter einer Wohnung kein Anschreiben erhalten haben, obwohl sie im Fördergebiet wohnen und einen Anschluss haben möchten, dann wenden sie sich an Ihren Hauseigentümer.

Herstellungsauftrag

Als Anlage liegt der „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung des Telekommunikationsnetzes“ der Telekom bei. Dieser Auftrag muss durch den Grundstückseigentümer unterschrieben werden und ist die Voraussetzung, um auf seinem Grundstück bauen zu dürfen. Eigentümergemeinschaften stellen idealerweise einen gemeinsamen Antrag über einen Bevollmächtigten bzw. über die Hausverwaltung unter Angabe der entsprechenden Wohneinheiten und Etagen.

Der Herstellungsauftrag an die Deutsche Telekom muss bis zum 7. Mai 2021 erfolgen! Eine schriftliche Auftragsbestätigung wird versendet.

Sollte der Herstellungsauftrag bereits im Vorfeld dieses Anschreibens erteilt worden sein und schon eine Bestätigung durch die Telekom eingegangen sein, kann das Anschreiben als zusätzliche Information betrachtet werden. Ein erneuter Antrag ist bei einer bereits eingegangenen Auftragsbestätigung nicht notwendig.

Der Glasfaser-Hausanschluss wird kostenlos ins Haus gelegt und bei Mehrfamilienhäusern auch kostenfrei bis in die Wohnung.

Die Telekom Deutschland wird informieren, sobald Glasfaserprodukte verfügbar sind. Antragsstellende können anschließend ein Glasfaser-Internetprodukt bestellen, um den Anschluss vollumfänglich nutzen zu können. Das Netz wird dabei „diskriminierungsfrei“ zugänglich für alle Anbietenden von Glasfaserprodukten sein.

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