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Foto: Schlütter


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Plettenberg. Der Titel war Programm: Die nächste Generation der heimischen Chorszene präsentierte sich im Konzert „Next Generation“ der Vocal Factory Plettenberg am Samstag (16. November) mit sehr viel Temperament.

Musikalischer Hummelschwarm

Die S(w)ingin’ Kids, ein musikalischer Hummelschwarm von über 100 Kindern, stellte sich in der Aula Böddinghausen dem großen Publikum mit einem modernen Repertoire, das sie unter der Leitung von Christoph Ohm in den Plettenberger Grundschulen erarbeitet haben. Und sie verzückten ihre Familienangehörigen mit ihrer aufgeregten Darbietung und der unbändigen Lust am Singen. Da passte die Textpassage aus Tim Bendzkos „Hoch“ wie die Faust aufs Auge: „Auch wenn wir schon weit gekommen sind, wir wollen immer noch weiter hoch hinaus…“

Die Mitglieder des Gesangsprojektes Next Generation, bestehend aus ehemaligen S(w)ingin’ Kids, die gerade von den Grundschulen auf die weiterführenden Schulen gewechselt haben, waren super gut drauf. Einstimmig, aber in hoher Qualität, sangen die Mädchen mit kräftiger Stimme die Titel „Count on me“ von Bruno Mars und „Je m’appelle“ von Adel Tawil. Man darf gespannt sein, wie sie sich weiter entwickeln, wenn sie zu den nächsten Gesangsformationen stoßen.



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Schöne Solo-Stimmen

Bereits im Teenager-Alter befinden sich die Sängerinnen der Gruppe Voice Attraction. Sie unterhielten bestens mit mehrstimmigem Gesang, durchsetzt mit Solo-Parts. Ihre Stimmen besitzen teilweise bereits einen eigenen Charakter, was in den Solo-Darbietungen von Laurence Kiangala, Selina Schmidt und Lorena Kühnl unterstrichen wurde.

Dass dabei das Lampenfieber eine große Rolle spielt, ist klar. Auch die Sänger Sven Mialkas und Henning Schewe, die nach einem grandiosen Auftritt der Four Valleys unter der Leitung von Thomas Weidebach, solistisch auf die Bühne traten, sind nicht davor gefeit. „Das Adrenalin lässt deinen Körper vibrieren“, so Mialkas. Er sang aus dem Musical Mozart! das Lied Gold von den Sternen sowie aus dem Musical Chess den Titel Anthem. Henning Schewe ließ sich zu Ed Sheerans Perfect von Sohn Bastian am Klavier begleiten und griff danach zur Gitarre, um sich bei American Pie selbst zu begleiten. Beide Solisten riefen mit ihren Darbietungen stürmischen Applaus hervor.

Plettenberg-Hymne mit Band Servants Quarters

Für die S(w)ingin’ Kids kam zum Schluss ihr persönlicher Höhepunkt. „Wir dürfen mit einer Band zusammen singen“, verriet ein glücklicher kleiner Sänger im Vorfeld aufgeregt. Regelrecht verschwunden hinter der breiten Phalanx an Kindern ließ die Plettenberger Band Servants Quarters ihre Hymne Mein Plettenberg ertönen. Aus über hundert Kinderkehlen erschallte es im Refrain: „Aus Schweiß und Stahl bist du geborn, dein rauer Charm ist ganz weit vorn, doch ist dein Herz am rechten Fleck, ich will hier niemals wieder weg.“

Die tolle Abendveranstaltung begeisterte alle Beteiligten und aus dem Publikum waren Äußerungen zu vernehmen wie: „Das war so ein schöner Abend, das können sie ruhig noch mal machen.“

Werbung für Fördermitgliedschaft

Doch obwohl die freiwilligen Chor-AGs unter der Leitung von Christoph Ohm für die aktuell etwa 300 mitsingenden Kinder ein kostenfreies Angebot der Vocal Factory sind, muss das Ganze irgendwie finanziert werden. Die Vocal Factory ist dabei privat auf Spenden, Sponsoren, Zuschüsse und Fördermitgliedschaften angewiesen. Sie wird nicht von der Stadt Plettenberg und den Schulen finanziert. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf ca. 11.000 Euro. Und zur Fortführung des Projektes werden dringend weitere Geldmittel benötigt. Dies unterstrich Moderator Sven Mialkas in seiner stimmigen und augenzwinkernden Moderation. Auf der Internetseite der Vocal Factory können sich Interessierte informieren.

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