Glückwünsche und Applaus gab es für das großartige Team der Pflegeberatung des Märkischen Kreises bei der offiziellen Jubiläumsfeier „25 Jahre Pflegeberatung des Märkischen Kreises“. Bild: Hannah Heyn / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. Gratulationen und viel Applaus bei der offiziellen Jubiläumsfeier „25 Jahre Pflegeberatung des Märkischen Kreises“: Der runde Geburtstag wurde am Dienstag, 15. November, in den Räumen von Burg Holtzbrinck in Altena gefeiert. Im Fokus standen Erfahrungen, Entwicklungen und Herausforderungen unterschiedlicher Akteure aus dem Bereich Pflege.

„Herzlichen Glückwunsch“ Pflegeberatung des Märkischen Kreises: Seit 25 Jahren berät das Team kreisweit Pflegebedürftige und deren Angehörige, nimmt an Fachvorträgen teil oder bereichert Veranstaltungen mit dem entsprechenden Fachwissen. Bei der offiziellen Jubiläumsfeier unter dem Motto „Gesundheit und Pflege“ wurde der runde Geburtstag in der Burg Holtzbrinck in Altena gefeiert. Dazu kamen Vertreter der Städte und Gemeinden sowie Netzwerkpartner der Pflegeberatung zusammen.

„Beim Rückblick auf ein viertel Jahrhundert Pflegeberatung zeigt sich: Wir sind auf einer Reise. Seit dem Start im Jahr 1994 gab es Meilensteine, die wir gemeistert haben. Zum Beispiel durch gesetzliche Veränderungen und Reformen. Darauf bin ich stolz“, sagte Torsten Sauer, seit 2011 Sachgebietsleiter Gesundheits- und Pflegeplanung beim Märkischen Kreis. Er betonte zudem: „Pflegeberatung bedeutet deshalb auch, immer wieder neue Angebote zu entwickeln, wie zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Hierzu erstellen wir zum Beispiel Broschüren, die unterstützen und informieren.“

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Eine wichtige Säule dabei: Teamgeist. Mit Fachkompetenz und viel Fingerspitzengefühl informieren und beraten die Pflegeberaterinnen per Videoberatung, Telefon oder in Sprechstunden vor Ort rund um das Thema Pflege. Ebenso gehört die Umsetzung neuer Angebote zum Repertoire, wie der geplante Podcast „Pflegeberatung hörbar“. „Im Podcast wird es um den Arbeitsalltag unserer Pflegeberaterinnen gehen. Zeitgleich wird Wissen zu verschiedenen Pflegethemen vermittelt“, sagte Torsten Sauer.

Starkes Team

Wie wichtig die vielseitige Arbeit der Pflegeberatung ist, verdeutlichte auch Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz beim Märkischen Kreis. „Die Pflegeberatung liegt mir am Herzen. Sie hat in den vergangenen Jahren viel erreicht. So wurden unter anderem Videosprechstunden oder die digitale Vortragsreihe des Pflege-Cafés entwickelt. Es sind Beispiele, die zeigen, dass das Angebot mit aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen wie der Digitalisierung wächst.“ Volker Schmidt gratulierte zu dem besonderen Anlass und hob hervor: „Die Pflegeberatung ist eine Win-Win-Situation. Wir unterstützen Bedürftige und ihre Angehörigen im Alltag und arbeiten dazu wirtschaftlich.“

Besonderer Schwerpunkt beim anschließenden Programm lag auf dem Austausch über Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich der Pflege. Hierzu hatte der Lüdenscheider Pflegedienst „Mani häusliche Pflege“ berichtet. Ein Stichwort war unter anderem der Fachkräftemangel. Weiterhin stand die Zusammenarbeit zwischen dem Pflegedienst und der Pflegeberatung im Mittelpunkt. Eine der Botschaften von Myra Mani, Geschäftsführerin vom Pflegedienst Mani: „Mit Beratungen kann das Wissen über Pflegethemen in der Bevölkerung erweitert werden.“

Dialogrunde

Bei einer anschließenden Dialogrunde mit Ulrich Berger (Pflegeberater im Ruhestand), Julia Biedendorf (Pflegeberaterin beim Märkischen Kreis) und Marion Platenius (Pflegeberaterin bei der Stadt Lüdenscheid) gab es weiteren Input. Betont wurde, wie wichtig die Kooperation zwischen dem Märkischen Kreis und der Stadt Lüdenscheid sowie der Stadt Iserlohn ist. Sie verbindet im Arbeitsalltag unter anderem die demographische Entwicklung der Gesellschaft, das Älterwerden der Menschen sowie die Digitalisierung. Abschließend hob Ulrich Berger hervor: „Wenn man sieht, dass jemand vom Beratungsangebot profitiert und sich so die Situation für die Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen verbessert, ist das sehr gut.“

Aus der praktischen Erfahrung ging es zusätzlich im Talk mit Ehrengästen: den Eheleuten Weller. Sie hatten die Pflegeberatung in Anspruch genommen, als Angehörige pflegebedürftig wurden. „Das Angebot war eine große Hilfe, weil es uns an die Hand genommen hat. Mit kompetenten und nützlichen Tipps und Erklärungen wurden wir im Alltag unterstützt. Dafür sind wir dankbar.“ Durch die Inanspruchnahme des kostenlosen Angebotes der Pflegeberatung haben sie auch ein Vertrauensverhältnis mit Pflegeberaterin Simone Kuhl aufgebaut. Nur ein Beispiel, das zeigte, wie menschlich und eng die Beziehung zwischen Pflegeberaterinnen und pflegenden Angehörigen sein kann.

Poetry-Slammer im Rahmenprogramm

Abgerundet wurde die Jubiläumsfeier mit einem Auftritt des PoetrySlammers „Zwergriese“ alias Marius Hanke. Der Wortkünstler brachte eine Geschichte zur Caring Community – einer Gemeinschaft, in der Menschen füreinander sorgen und sich gegenseitig unterstützen – auf die Bühne. Abschließend gab er unter anderem mit auf den Weg: „Wir helfen, wenn wir gebraucht werden.“

Hintergrund: Seit 25 Jahren sind die Pflegeberaterinnen wichtige Ansprechpersonen für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige. Neben Hausbesuchen und dem Angebot eines Pflege-Info-Telefons (Hotline: 02352 966 7777) ist seit März vergangenen Jahres die „Digitale Pflegeberatung“ ein wichtiger Baustein, um gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren sowie deren Angehörigen individuelle Lösungen für die Pflegesituation zu entwickeln.

Für die ortsunabhängige Videoberatung braucht es nur eine Internetverbindung und ein Endgerät mit Kamera. Das digitale Angebot kommt besonders pflegenden Angehörigen entgegen, die beruflich stark eingebunden sind oder gegebenenfalls weite Anfahrtswege in Kauf nehmen müssten.

In Kürze wird das digitale Angebot zusätzlich noch um einen Podcast erweitert. Bei „Pflegeberatung hörbar“ erfahren Zuhörerinnen und Zuhörer viele Fakten zu aktuellen pflegebezogenen Themen. Unerlässlich und zudem sehr gefragt sind darüber hinaus weiterhin die persönlichen Sprechzeiten vor Ort in den Kommunen.