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Paulette - eine Oma zieht durch
Mit der Komödie Paulette - eine Oma zieht durch gastiert das a.gon-Theater München in der Aula Böddinghausen. Foto: Wolfgang Brümmer/a.gon Theater München

Plettenberg. Die KulTour GmbH übernimmt ab der Spielzeit 2021/2022 die Organisation von Theateraufführungen von der Kunstgemeinde Plettenberg. Das hat der Rat im August beschlossen.

Der Vorstand des eingetragenen Vereins hatte angekündigt, seine Ämter nach Ablauf der laufenden Saison 2020/2021 niederzulegen. Eine Nachfolge ist nicht in Sicht. Um das Theaterangebot in Plettenberg aufrechtzuerhalten, hat der Stadtrat diese Aufgabe der Plettenberger KulTour GmbH übertragen. „Da nicht davon auszugehen ist, dass die KulTour GmbH andere wirtschaftliche Ergebnisse bei den Theatervorführungen erzielt und die AquaMagis GmbH zurzeit nicht in der Lage ist, eine erhöhte Ausschüttung für die Finanzierung dieser Aufgabe zur Verfügung zu stellen, muss sich die Stadt Plettenberg bereit erklären, diesen Zuschuss zukünftig auch an die KulTour GmbH zu zahlen“, hatte die Stadtverwaltung ausgeführt.

Karten gibt’s nur im Vorverkauf

Für die Theateraufführungen in dieser Saison ist noch die Kunstgemeinde zuständig. Der Kartenvorverkauf wird aber bereits von der KulTour GmbH in ihrem Büro in der Kaiserstraße 9 übernommen. Karten können zu den Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie Freitag von 9 bis 13 Uhr im Büro der KulTour GmbH erworben werden. Aufgrund des Hygienekonzepts für die Aufführungen in der Aula Böddinghausen werden die Karten ausschließlich im Vorverkauf abgegeben.

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Die Abonnements ruhen angesichts der unsicheren Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie. Abonnenten bezahlen aber bei Vorlage des Abonnementausweises der Spielzeit 2019/2020 den ermäßigten Eintrittspreis.

Aktuell läuft der Kartenverkauf für das Theaterstück „Paulette – Oma zieht durch” am kommenden Sonntag, 4. Oktober, um 19 Uhr in der Aula Böddinghausen. „Es sind noch Karten zu haben“, sagt KulTour-Mitarbeiter Tobias Brömme. „Paulette – Oma zieht durch“ ist eine Komödie mit Tiefgang nach dem gleichnamigen französischen Kinohit. In der Hauptrolle ist Diana Körner zu sehen. Darum geht’s: Oma Paulette muss von Grundsicherung leben, ist verbittert, bösartig und extrem rassistisch. Als der Gerichtsvollzieher auch noch die Möbel holt, reicht es. Sie versucht ihr Glück als Drogendealerin und kommt dabei mit Menschen anderer Herkunft und Hautfarbe in Kontakt, die ihr regelrecht sympathisch erscheinen.

Fünf Theaterabende bis April 2021

Am 19. November stehen drei Aufführungen des Cornelia-Funkte-Stücks Zottelkralle für Kindergärten und Schulen auf dem Programm. Fünf weitere Theaterabende sind bis zum April 2021 geplant.

Mittwoch, 25. November, 19 Uhr: Udo Jürgens – Eine Hommage an sein Leben und seine größten Hits

Diese Aufführung vereint Musik und Schauspiel. „Udo Jürgens – Eine Hommage an sein Leben und seine größten Hits“ lässt die Erinnerungen an den vor fünf Jahren verstorbenen Musiker neu aufleben. Die Konzertdirektion Landgraf verspricht einen „nostalgisch-packenden Abend“ mit Hits wie „Siebzehn Jahr, blondes Haar“, „Aber bitte mit Sahne“, „Mit 66 Jahren“ und „Ich war noch niemals in New York“.

Samstag, 28. November, 18 Uhr: Debussy trifft den kleinen Prinzen

Kurzweilige Märchenstunde für Erwachsene mit dem Theater-,  Fernseh- und Kinoschauspieler Stefan Hunstein  als Rezitator
 und dem Pianisten Christian Elsas. Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Bachforums und der Kunstgemeinde Plettenberg.

Sonntag, 24. Januar, 19 Uhr: Wunschkinder

Man könnte sagen, es ist eine Fortsetzung von „Frau Müller muss weg“. An diese zum Brüllen komische Komödie wird sich der ein oder andere Kunstgemeinde-Besucher sicher noch gerne erinnern. Das erfolgreiche Autorenduo Hübner/Nemitz beschäftigt sich in „Wunschkinder“ aber nicht mehr mit Eltern von Grundschulkindern und ihren Sorgen um den Übergang ins Gymnasium (wie in „Frau Müller muss weg“). In „Wunschkinder“ geht es um größere Kinder – und entsprechend größere Probleme. Warum sind aus den süßen Sprösslingen so antriebslose Null-Bock-Erwachsene geworden, die nicht wissen wollen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll? Als Schauspieler sind unter anderem mit dabei Martin Lindow und Carolin Fink.

Sonntag, 21. März, 19 Uhr: Der Sommernachtstraum

Das Verwirrspiel „Der Sommernachtstraum“ wird dargeboten von der Burghofbühne Dinslaken – einem Landestheater, das zum ersten Mal in Plettenberg gastiert. Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ ist ein über 400 Jahre altes Verwirrspiel der Menschen, ihrer Gefühle, Körper und Träume. Die Nacht bringt die Begierde ans (Mond-) Licht und lässt die dunkle Seite der Liebe sichtbar werden. Erst der neue Tag bringt Klarheit. War also alles nur ein Traum? Ein echtes Stück Theatergeschichte, das, solange es Liebende gibt, nie aus der Mode kommt.

Sonntag, 25. April, 19 Uhr: Der Name der Rose

Das Berliner Kriminaltheater kennen die örtlichen Zuschauern schon mit Stücken wie „Die Mausefalle“ oder „Erbarmen“ seine Klasse unter Beweis gestellt hat. In „Der Name der Rose“ nach Umberto Eco geht es um den englische Franziskaner William von Baskerville, der in einer oberitalienischen Benediktinerabtei fünf Todesfälle von Klosterbrüdern aufklären soll. Das Stück verbinde „die Ästhetik des Mittelalters mit dem Realismus der Neuzeit“, heißt es in der Ankündigung des Berliner Kriminaltheaters.

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