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Foto: Gerd Altmann/pixabay.com

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Im Klinikum Lüdenscheid werden zurzeit 18 Patienten mit dem Nachweis einer COVID-19-Infektion behandelt. Nach Angaben der Märkischen Klinken befinden sich davon elf Patienten auf der Intensiv-Station. Zudem sind zwei weitere Personen mit Verdacht auf eine Infektion in Aufnahmestation behandelt.

In der Umsetzung des Corona-Krisenplans von Bund und Ländern haben die Kranken-häuser seit dem 16. März begonnen planbare Behandlungen zu reduzieren, um Kapazi-täten für die Behandlung von COVID-19-Patienten vorzuhalten. Auf diese Weise sei es bisher gelungen, dramatische Versorgungssituationen, wie z.B. in Italien zu umgehen, teilen die Märkischen Kliniken weiter mit.

In der weiteren Entwicklung stelle sich nun auch die Frage, ob und in welcher Form die Versorgung anderer Patienten wieder ausgeweitet werden könne. Diese Fragestellung werde derzeit in den Krisenstäben auf Bundes- und Länderebene in-tensiv beraten. Aktuell gebe es hierfür jedoch noch keinen neuen Handlungsrahmen. Auch die Märkischen Kliniken verfolgen diese Diskussionen sehr aufmerksam.

Wiederaufbereitung von Schutzausrüstungen

Im Laufe der Woche wird erstmalig die interne Wiederaufbereitung von Materialien der Schutzausrüstung geprobt. Mit diesem Schritt wollen sich die Märkischen Kliniken für den Fall wappnen, dass sicherheitsrelevante Materialien nicht mehr verfügbar sind, um den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten.

In einer aktuellen Mitteilung des Klinikums heißt es weiter: “Die Maßnahmen aus dem Notfallplan von Bund und Länder beginnen zu wirken: Die Geschwindigkeit
der Ausbreitung von COVID-19 verlangsamt sich und gibt Anlass zu vorsichtigem
Optimismus.  Durch unser frühzeitiges und konsequentes Handeln sind wir in unserer Organisation inzwischen auch für einen weiteren dynamischen Verlauf der Corona-Pandemie vergleichsweise gut aufgestellt.”

Dies sei erreicht wordem, weil jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die zahlreichen
Maßnahmen zum Infektionsschutz und Organisationsanpassungen ebenso entschlossen
umgesetzt wie beherzt mitgetragen hätte.

Sieben weitere Intensivbetten

Unterdessen wurden am Klinikum Lüdenscheid die Intensiv-Kapazitäten für nichtinfizierte Patienten erweitert, um diese bestmöglich versorgen zu können. Die zurückliegenden Tage hätten gezeigt, dass die Intensiv-Kapazitäten für nichtinfizierten Patienten benötigt würden, da ein Teil der Intensivstation derzeit als reine Isolierstation für COVID-19 Patienten belegt sei. Um die Kapazitäten zeitnah zu realisieren, wurde der Aufwachraum zur Intensivstation umgerüstet. Hier sind jetzt sieben weitere Intensivbetten aufgebaut.

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