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Rund 1000 Menschen versammelten sich bei weltweiten Klima-Aktionstag auf dem Sternplatz. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Weltweit sind am Freitag Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straßen gegangen. In Lüdenscheid kamen weit mehr als die zunächst erwarteten 600. Nach ersten Schätzungen der Polizei beteiligten sich rund 1000 Menschen an der Kundgebung auf dem Sternplatz sowie am Protestmarsch durch die Innenstadt.

„Hört jetzt nicht auf.“ Leonard Ohle von der Lüdenscheider „Fridays for Future“-Bewegung richtete zum Schluss der Demo einen dringenden Appell an alle Teilnehmer. Er habe das Dortmunder Sommercamp von „Friday for Future“ besucht. Alle Wissenschaftler und Aktivisten hätten dort klar gemacht: „Jetzt ist das Zeitfenster da. Die Politik hört auf euch.“

Sofortiger Stopp des Kohle-Subventionierung, Forderung nach der Verkehrswende, Kritik am Landesentwicklungsplan, Verzicht auf das neue Industrie- und Gewerbegebiet auf den Brunscheider Höhen – die Themen der Redner reichten von nationalen, landespolitischen und lokalen Themen.



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Protestmarsch durch die Innenstadt

Auch Wolfgang Utsch von der Lüdenscheider Energiewendegruppe zählte zu den Rednern. Foto: Wolfgang Teipel

„Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr unsere Zukunft klaut“ schallte es beim Protestmarsch durch die Innenstadt immer wieder. Gesichert von Polizei zogen die Klimaaktivisten vom Sternplatz aus über die Knapper Straße in Richtung der Provinzialversicherung. Von dort aus ging es weiter über die Bahnhofstraße, die Altenaer Straße, dann über die Thünen- und die Corneliusstraße bis zur Werdohler Straße Ecke Loher Straße und von dort aus über die Wilhelmstraße zurück zum Sternplatz. Eingereiht hatten sich nicht nur Schüler und Jugendliche. Auch zahlreiche Erwachsene beteiligten sich und machten sich die Forderungen der „Fridays for Future“-Bewegung zu eigen. „Parents for Future“ und auch junggebliebene Senioren protestierten gegen den von Menschen verursachten Klimawandel.

Viele Schüler kassieren Fehlstunden

Die Demonstranten zogen auch durch die Altstadt. Foto: Wolfgang Teipel

Leonard Ohle, Mitorganisator des Protestmarsches, war beeindruckt: „Ich bin total überwältigt, wie viele Menschen heute wieder da waren. Es ist toll zu sehen, dass die Menschen sich für den Klimaschutz einsetzen – vor allem, weil es heute für viele Schüler Fehlstunden gab.“ Diesen Preis wolle er gern bezahlen.

Für einen (gewollten?) Versprecher erhielt Leonard Ohle großen Beifall. Als er sagte, er sei sei gespannt, welches Ergebnis das „Klimakabarett“ in Berlin vorlegen würde, hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Die Veranstaltung am Freitag war die zweite große Aktion der Lüdenscheider „Fridays for Future“-Gruppe. Am 5. Juli hatten sich rund 1000 Menschen auf dem Rathausplatz versammelt, um gegen den von Menschen verursachten Klimawandel zu protestieren.

 

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