Der aufgebohrte Katalysator verursachte einen Höllenlärm. Foto: Polizei MK

Lüdenscheid. Am Dienstag haben Polizeibeamte ein bulgarisches Kleinbus-Gespann an der Anschlussstelle Lüdenscheid-Mitte kontrolliert. Der Fahrer kam gerade vom Gelände einer Tankstelle und wollte zurück auf die Autobahn, um mit acht weiteren Fahrgästen in die Heimat zu fahren. Daraus wurde nichts.

Der Kleinbus fiel insbesondere auf, weil er mit ohrenbetäubendem Lärm unterwegs war. Das Gespann sollte sich als regelrechter “fahrender Schrotthaufen” entpuppen, der beim Sachverständigen landete.



Die Handbremse des Kleinbusses und die Auflaufbremse des Anhängers waren ohne Funktion. Die Sitze für die Fahrgäste waren unsachgemäß zusammengeschweißt worden und drohten abzubrechen. Fünf der Fahrgäste konnten sich nicht einmal anschnallen, da keine Sicherheitsgurte für sie vorhanden waren. Akute Brandgefahr bestand ebenfalls, weil ein Leck im Tank den Dieselkraftstoff auf den heißen Auspuff tropfen ließ. Beide Achsen des Anhängers wiesen Risse auf. Der verstopfte Katalysator war aufgebohrt worden. Das hatte zwar die Verstopfung gelöst, verursachte jedoch den entsprechenden Lärm.

Die Mängelliste war fast endlos… Kommentar des Sachverständigen: “Mich wundert, dass die Leute überhaupt noch bis hierhin gekommen sind!”

Die Polizisten untersagten unverzüglich die Weiterfahrt und der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 210 Euro erbringen, um die Kosten des Bußgeldverfahrens zu sichern. Aber auch die Halter des Kleinbusses und des Anhängers kommen nicht ungeschoren davon. Ihnen wird in Bulgarien der Bußgeldbescheid über jeweils 165 Euro zugestellt werden. Die Fahrgäste wurden durch Verwandte abgeholt.

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