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PWG-Fraktionsvorsitzender Klaus Salscheider Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Der Fraktionsvorsitzende der Plettenberger Wählergemeinschaft (PWG), Klaus Salscheider, wendet sich mit einer Stellungnahme zur Corona-Krise an die Plettenberger Bürgerinnen und Bürger.

Liebe Bürgerinnen und Bürger!

Viele machen sich Sorgen um die Zukunft! Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Insolvenz – wie geht das ohne Kinderbetreuung, Schulen, meine sozialen Kontakte in den Vereinen und und und. Die Aufzählung kann um Vieles erweitert werden.

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Diese Sorgen sind berechtigt und auch ernst. Niemand hat sich diese Situation gewünscht. Aber eines ist klar: Wir werden gemeinsam diese Krise bestehen. Jede und jeder kann ihren bzw. seinen Teil dazu beitragen.

Jetzt aktuell all diejenigen, die sich für uns jeden Tag aufs Neue hingeben in ihren Berufen als Ärzte, als Pflegerinnen und Pfleger, als Verkäuferinnen und Verkäufer, bei der Polizei, bei der Feuerwehr und auch in vielen anderen Berufsgruppen. Danke für euren jetzt noch stärker geforderten Einsatz! Danke den Initiativen, die in der Nachbarschaft privat aber auch organisiert Menschen helfen und einkaufen. Aber auch jede und jeder an seinem Platz, wo er seinen Beitrag in Beruf oder auch privat leistet. Auch wenn es um das Kümmern in der Familie geht und die Begleitung und Betreuung der Kinder. Danke auch den Gastronomen für die Möglichkeit, außer Haus zu liefern. Danke an alle, die sich einbringen, um die Krise zu bestehen.

Viele sind auch in den Beratungsberufen gefragt und stehen parat, online zu helfen. Viele ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende sind kreativ und bemühen sich, mit Kindern und Jugendlichen auch online in Kontakt zu bleiben. Die Kirchen bieten vielerlei positive Angebote an, die wir nutzen können.

Viele von uns sind ungeduldig und es zehrt an den Nerven, wann es wieder besser wird. Das kann momentan noch niemand sagen. Deshalb sind wir, sie und ich, also gefragt, uns in Geduld zu üben und sich an die Regelungen zu halten. Abstand halten und keine Besuche, auch keine jetzt über Ostern. Das tut weh und ist ein noch tieferer Einschnitt. Aber wir können auch etwas tun, nämlich gemeinsam, solidarisch innehalten und gedenken. Wenn die Glocken der Kirchen läuten, ein Gebet für die Kranken und die Opfer der Corona-Pandemie zu sprechen, oder zu einer anderen Zeit, wenn dies der Tagesablauf vorgibt.

Nutzen sie die Zeit, machen sie Dinge die lange liegen geblieben sind, spielen sie miteinander, reden sie miteinander, wenn möglich gehen sie in die frische Luft und bewegen sich. Es gibt in unserer Tageszeitung und auch im Internet vielfältige Ideen und Möglichkeiten. Nutzen wir die Zeit.

Wir werden gemeinsam diese Krise bewältigen und dann auch unsere Freiheiten genießen können. Wir dürfen dankbar sein für alles, was wir haben. Diese Krise wird nicht spurlos an uns vorüber gehen, aber wir werden anders und doch auch gut die Zukunft anpacken. Nach jedem dunklen Tunnel kommt wieder Licht und gerade jetzt, wo wir auf Ostern zugehen, darf uns das Wissen trösten und stärken.

“Wenn die Krise alles verfinstert hat, werden Kinder des Lichts die Sterne anzünden.” Phil Bosmans

Ich wünsche ihnen eine besinnliche Karwoche und bleiben sie behütet und gesund!

Klaus Salscheider
Fraktionsvorsitzender der Plettenberger Wählergemeinschaft

Leserbriefe geben die Meinung der Verfasserin/des Verfassers wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu kürzen vor.

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