9. August 2018 N.N. Theater in der Plettenberger Schützenhalle mit "20000 Meilen unter dem Meer - Der Sturm" Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Furchtlos stürzte sich die Besatzung des N.N. Theaters auch in der Schützenhalle in die Fluten. Wegen der Unwetterwarnung am Donnerstag (9. August) war die Aufführung des Stücks “20.000 Meilen unter dem Meer – Der Sturm” in die Halle verlegt worden, in die rund 400 Zuschauer gekommen waren.

9. August 2018 N.N. Theater in der Plettenberger Schützenhalle mit “20000 Meilen unter dem Meer – Der Sturm” Foto: Bernhard Schlütter

“Wir mussten die Entscheidung am Nachmittag treffen, denn das N.N. Theater braucht etwa fünf Stunden für den Aufbau der Bühnentechnik”, erklärte Kulturbürochefin Barbara Benner. Just als die Schauspieltruppe aus Köln am Alten Markt angekommen war, tobte sich dort eine Windhose aus. “Die schon aufgestellten Plastikstühle wurden ordentlich durcheinander gewirbelt”, erzählte Barbara Benner.

Gut, dass sie schon am Vortag den Plan B vorbereitet und bei der Plettenberger Schützengesellschaft wegen der Halle angefragt hatte. Der PSG-Vorstand kam dem Wunsch gerne nach und konnte dies, weil in der Ferienzeit keine andere Vermietung dagegen stand.

Mit Hilfe des Baubetriebshofs, der Auszubildenden der Stadtverwaltung und von PSG-Hallenmeister Sefer Seyhan wurde die Bestuhlung in der Schützenhalle aufgebaut. Das Team von der Pizzeria Zum Brunnen besetzte den Getränkeausschank und vom DRK-Familienzentrum Unterm Saley den Grill.

“Wir sind eigentlich stolz darauf, dass wir überall auftreten können, ob auf der Straße oder im Saal”, meinte Schauspielerin Irene Schwarz. Mit Recht. Das Ensemble agierte völlig souverän, ging mit einigen spontanen Textänderungen auf die außergewöhnliche Situation ein.

9. August 2018 N.N. Theater in der Plettenberger Schützenhalle mit “20000 Meilen unter dem Meer – Der Sturm” Foto: Bernhard Schlütter

Einmal mehr begeisterten die ideenreichen Bühnenelemente. Da werden aus alten Staubsaugern Tiefseetaucherausrüstungen und die Vielfalt des Lebens in der Tiefsee wird mit Zitronensaftfläschchen (oh, Zitronenfische!), Plastiktröten (sieh mal, Trompetenfische) oder Plastikfolie (majestätisch schwebende Medusenquallen) dargestellt.

9. August 2018 N.N. Theater in der Plettenberger Schützenhalle mit “20000 Meilen unter dem Meer – Der Sturm” Foto: Bernhard Schlütter

Situationskomik bringt das Publikum immer wieder zum herzhaften Lachen, musikalische Einlagen fordern Szenenapplaus heraus, es werden aber auch aktuelle Themen wie die Vermüllung der Meere mit Plastikmüll angesprochen. Das N.N. Theater schafft es Elemente von Komödie, Tragödie und Drama nahtlos aneinanderzureihen – immer glaubhaft dargestellt. Das ist Volkstheater in seiner besten Form. Standing Ovations – völlig zu Recht!

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