Symboldfoto: Sven Prillwitz

Lüdenscheid. (PSL) Eltern, die ihre Kinder in die Kita oder in die Tagespflege schicken, dürfen sich über zwei weitere beitragsfreie Monate freuen: Die Stadt Lüdenscheid wird die bereits gezahlten Gebühren für Mai demnächst erstatten und den Zahlungseinzug für Juni stoppen. Außerdem wird das Essensgeld für beide Monate erlassen. Das hat Matthias Reuver, städtischer Fachbereichsleiter Jugend, Bildung, Sport, am Dienstag, 1. Juni, in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses angekündigt.

Die Corona-Pandemie verursacht seit Jahresbeginn für mitunter deutliche Einschränkungen im Kita-Betrieb. Deshalb fordern die kommunalen Spitzenverbände, Elternbeiträge zu erstatten. Bislang hat das Land Nordrhein-Westfalen zugesagt, auf die Zahlungen für Mai und Juni zu verzichten. Mit dem ebenfalls beitragsfreien Januar sollen dann 50 Prozent der Gebühren für das erste Halbjahr entfallen. Wegen der anhaltenden Verhandlungen mit den kommunalen Verbänden steht ein offizieller Erlass der Landesregierung derzeit noch aus.



„Wir möchten jetzt aber Planungssicherheit schaffen und für eine finanzielle Entlastung der Eltern sorgen, die in den vergangenen Monaten zu Hause noch stärker gefordert waren als sonst“, erklärt Fachbereichsleiter Matthias Reuver. Eine Zustimmung der Politik ist nicht mehr erforderlich – dank eines im Januar gefassten Vorratsbeschlusses des Haupt- und Finanzausschusses. Danach werden die Elternbeiträge in Lüdenscheid nach Zustimmung des Landes NRW auch für weitere Monate ausgesetzt.

Für den laufenden Monat wird die Stadtverwaltung keine Kita-Beiträge einziehen. „Die Eltern müssen also nichts unternehmen, wenn sie das Geld abbuchen lassen“, sagt Reuver. Wer die Gebühren monatlich überweist, kann hingegen auf die Zahlung für Juni verzichten. Etwas Geduld sei allerdings bei der Erstattung der Gebühren für Mai gefragt, betont der Fachbereichsleiter und verweist auf ein „kompliziertes elektronisches Abrechnungssystem“. Das Geld solle den Eltern aber zeitnah überwiesen werden.

Durch den Verzicht auf die Eltern-Beiträge fehlen der Stadt Einnahmen in Höhe von mehr als 320.00 Euro. Immerhin kommt das Land NRW wie schon im Januar für die Hälfte der Ausfallsumme auf. Die Erstattung des Essensgeldes (69,31 Euro pro Kind und Monat) hingegen zahlt die Stadtverwaltung aus eigener Tasche. Unterm Strich macht das für die Monate Mai und Juni rund 46.000 Euro.

Ob weitere Erstattungen hinzukommen, hängt vom weiteren Verlauf der Verhandlungen zwischen dem Land und den kommunalen Spitzenverbänden ab. Offen ist derzeit auch noch, ob für die Beiträge für Offene Ganztagsschulen (OGS) und sonstige außerschulische Angebote ebenfalls erstattet werden.

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