Eröffneten das Polymer Training Centre (PTC): Bürgermeister Dieter Dzewas, Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Poschmann, Geschäftsführer Stefan Schmidt, Ministerialdirigent Karl-Uwe Bütof, Geschäftsführer Thomas Eulenstein (von links). Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Kunststoffwelt soll Lüdenscheid kennenlernen, damit es nicht länger heißt: „Where the hell ist Lüdenscheid?“ Aber das ist nur ein Ziel von Geschäftsführer Stefan Schmidt. Die Führungscrew des Kunststoff-Instituts für die mittelständische Wirtschaft (KIMW) hat große Pläne. Bei der offiziellen Eröffnung des neuen Polymer Training Centre (PTC) untermauerte sie ihren Anspruch, einer der Ideentreiber für die Region zu sein und das schon seit 30 Jahren. Nicht umsonst fielen die Eröffnung des PTC und der 30. Jahrestags des Instituts am Standort zwischen Karolinen- und Lutherstraße auf den 21. Juni 2018.

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Start mit 30 Unternehmen

Die Kooperationspartner werden ausgeflaggt: Thomas Eulenstein (2. von Links) zeigt Prof. Dr. Thomas Seul, Präsident des Verbandes deutscher Form- und Werkzeugbauer, ein Schild, das im PTC angebracht wird. Foto: Wolfgang Teipel

Ein Tag für die Rückschau und den Blick in die Zukunft. Matthias Poschmann, Vorsitzender des Trägervereins, erinnerte an den Start vor 30 Jahren. Damals waren 30 Unternehmen als Mitglieder dabei. Inzwischen sind es über 300. Sie alle profitieren von der engen Verzahnung zwischen Forschung und Praxis unter dem Dach des Kunststoffinstitutes. Karl-Uwe Bütof, Leiter der Abteilung Innovation und Märkte im NRW-Wirtschaftsministerium, bezeichnete es als wichtigen Player im „Netzwerk für kluges und nachhaltiges Wirtschaften“. Was er sehe, mache „große Lust auf Zukunft“.

Karl-Uwe Bütof: Innovativer Ansatz

Auch die SIHK, hier Geschäftsführer Andreas Lux, zählt zu den Kooperationspartnern. Foto: Wolfgang Teipel

Bütof weiter: „Der innovative Ansatz dieser Ausbildungsstätte und seine enge Verzahnung mit der Industrie, hat unser Ministerium von Anfang an begeistert und wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Fachkräftemangel in der Kunststoffindustrie zu lindern“, so Ministerialdirigent Karl-Uwe Bütof.

Torsten Urban: Vielfache Aufgaben

„Wir haben das Kunststoff-Institut Lüdenscheid mit der Eröffnung des neu gebauten Polymer Training Centers (PTC) nun auch offiziell als überbetriebliche Bildungsstätte (ÜBS) ausgerichtet, um mit diesem Schritt die Auszubildenden des Berufsbildes Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuk ganz oder teilweise in die Obhut des Kunststoff-Institutes geben zu können“, so Projektleiter Torsten Urban. Das PTC erfülle somit mehrfache Aufgaben und werde auch in Zukunft vielschichtige Angebote liefern, die immer wieder auf die wechselnden Bedürfnisse der Industrie zugeschnitten sein müssten.

Notwendige Ergänzung zur Denkfabrik

In einer Pressemitteilung des Kunststoff-Instituts heißt es weiter: Das Projekt PTC ist eine notwendige Ergänzung für das Projekt Denkfabrik der Regionale 2013. Innerhalb der Denkfabrik gibt es einen Schwerpunkt der Institute (Deutsche Institut für angewandte Lichttechnik, Institut für Umformtechnik und das Kunststoff-Institut). In enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Phänomenta und dem Technikzentrum werde so einer generationsübergreifenden Lernkultur ein völlig neues Gesicht gegeben.  Vom Kindergartenalter bis hin zum lebenslangen Lernen älterer Facharbeiter werde eine große Bandbreite abgedeckt.

Verbesserung der Infrastruktur

Zudem trage das PTC zur Verbesserung der Infrastruktur bei, da in der Region kein Lehrzentrum für den Bereich Kunststofftechnik existiere. Außerdem löse das PTC die bisherige Enge des Instituts auf.

Stefan Schmidt, neben Thomas Eulenstein Geschäftsführer des KIMW, kündigte an: „Da kommt noch mehr.“ Zu den weiteren Plänen zählt unter anderem die Ausgestaltung als internatsähnliches Angebot.

Der Neubau zwischen Karolinen- und Lutherstraße. Foto: Wolfgang Teipel

Faktencheck: Das Institut erhält durch das PTC eine zusätzliche Nutzfläche von 1965 Quadratmetern. Darin sind enthalten 48 Büroarbeitsplätze, Labore für Materialprüfung, Schadensanalyse und generative Verfahren, Schulungsräume mit je einer Spritzgießmaschine ausgerichtet nach Materialtypen sowie zahlreiche Schulungs- und Pausenräume. Der Neubau hat rund 5,1 Millionen Euro gekostet. 2,1 Millionen Euro flossen in die technische Ausstattung. Das Land NRW steuerte Zuschüsse in einer Gesamthöhe von rund drei Millionen Euro bei.

 

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