"Niemandsland II" (Tinte auf Papier) von Ki Youn Kim.
Plettenberg. Das Stipendium der Werkstatt Plettenberg 2022 wurde im Frühjahr, wie vor 2019 üblich, an den deutschen Kunsthochschulen und in Fachpublikationen öffentlich ausgeschrieben. Über die Internetseite www.werkstatt-plettenberg.de, die mehrsprachig übersetzt ist, konnten sich via Internet auch internationale Künstler bewerben.

Einige Konditionen waren verändert: Die Dauer des Aufenthalts wurde um zwei auf vier Monate gekürzt, das Salär wurde von 666 Euro auf 750 Euro monatlich erhöht und die Bewerbung konnte auch in Gänze digital erfolgen. Mit 20 Bewerbungen, darunter vier internationalen, ergab sich eine zufriedenstellende Resonanz für das Stipendium, so dass sich die Reform der Konditionen wohl gelohnt hat.

In der vergangenen Woche trafen sich Vorstand und Beirat der WERKSTATT zur Entscheidung über die eingereichten Bewerbungen. Nachdem ein Kreis von fünf Bewerbern eingegrenzt war, stimmten die Mitglieder in geheimer Wahl ab: Erstplatzierte und damit Stipendiatin 2022 wird Ki Youn Kim, die ihre Zusage erklärt hat.

Die 43jährige gebürtige Koreanerin hat in Korea und Saarbrücken studiert. Dort war sie auch Meisterschülerin der Professorin Gabriele Langendorf. Ihr Medium ist vorwiegend das Papier, das sie mit Tinte, Zeichenstift und Marker sowie Mischtechniken zeichnerisch gestaltet; auch malerische Papierarbeiten (Gouachen) sowie Leinwandarbeiten finden sich in ihrem Oeuvre. Ihr Thema sind Landschaften, daneben auch Raumgefüge. Die Arbeiten beeindrucken durch einen enormen Detailreichtum und ziehen ihre Kraft aus einer übernatürlichen, fesselnden Ästhetik. (Siehe www.kiyounkim.com)
Ab dem 1. Juli wird Ki Youn Kim das Stipendiatenhaus Kirchstraße 10 beziehen. Für Oktober ist eine Ausstellung ihrer Arbeiten in der Galerie der Sparkasse Plettenberg geplant.

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