Foto: Sven Prillwitz/Stadt Lüdenscheid

Lüdenscheid. (PSL) Ein bislang unbekannter Anrufer hat sich einen äußerst schlechten Scherz erlaubt: Mehrere Anwohner und Gewerbetreibende sind für Mittwochnachmittag, 22. Dezember, zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen worden. Dabei sollte es um angebliche „Steuererleichterungen“ für Menschen gehen, die von der Vollsperrung der A45 besonders betroffen sind. Die Stadt Lüdenscheid betont ausdrücklich, niemanden zu einem solchen Termin eingeladen zu haben.

Wie es in einer Mitteilung der Stadt Lüdenscheid heißt, meldete sich zu Beginn der Woche ein bislang unbekannter Anrufer bei mehreren Anwohnern, Einzelhändlern und Gastronomen, die in den vergangenen Tagen in Presse- und Fernsehberichten über die Vollsperrung namentlich genannt worden waren. Der Mann rief mit unterdrückter Nummer an und gab sich als Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus.

Einem der Anwohner und einer Gastromin kam die Angelegenheit besonders verdächtig vor. Sie riefen im Rathaus an, um sich den angeblichen Termin bestätigen zu lassen. So kam am Mittwoch überhaupt erst heraus, dass ein Unbekannter mehrere Menschen eingeladen hatte. Die Stadtverwaltung nahm umgehend Kontakt mit Anwohnern und Gewerbetreibenden auf, um die Angelegenheit aufzuklären.

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„Das ist ein absolutes Unding, für das uns jegliches Verständnis fehlt“, sagte Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. „Eine solche Aktion schadet dem Ansehen der Verwaltung, die die Sorgen dieser Menschen ernstnimmt und sich für sie einsetzt. Vor allem aber schadet so etwas den Betroffenen, denen falsche Versprechen gemacht werden. Da ist in jeder Hinsicht geschmacklos, vor allem aber rücksichtslos.“

 

 

 

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