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Zur offiziellen Spendenübergabe trafen sich Stiftungsvorsitzende Ingrid vom Hofe (3. von links) und Iris Jänicke, Rendel Simon sowie Klaus Majoress in den Räumen der Beratungsstelle. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Psychologische Beratungsstelle der Diakonie an der Lessingstraße in Lüdenscheid kann sich auf die Karl-Reeber-Stiftung Liechtenstein verlassen. Erneut sichert die Stiftung des 1987 gestorbenen Unternehmers und Erfinders Karl Reeber mit einem Betrag von 25.000 Euro die Arbeit der Beratungsstelle, die schon vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen geholfen hat. Anlässlich der Spendenübergabe trafen sich am Mittwoch Stiftungsvorsitzende Ingrid vom Hofe, Klaus Majoress, Superintendent des Kirchenkreises, Diakonie-Geschäftsführerin Iris Jänicke und Rendel Simon, Leiterin der Beratungsstelle, in den Räumen an der Lessingstraße.

Seit 1999 unterstützt die Karl-Reeber-Stiftung Liechtenstein die Einrichtung mit ihren regelmäßigen Zuwendungen mit zunächst 50.000 Mark und später 25.000 Euro. Anlass war damals eine finanzielle Krise des Kirchenkreises, die die Zukunft der Beratungsstelle bedrohte. Mit der Gründung des Fördervereins der Beratungsstelle und den Spenden der Stiftung konnte der Erhalt gesichert werden.

„Dafür sind wir sehr dankbar“, betonten Diakonie-Geschäftsführerin Iris Jänicke und Rendel Simon, Leiterin der Beratungsstelle. Superintendent Klaus Majoress betont: „Wir sind froh, dass auf diesem Weg das Geld den Menschen zugutekommt.“



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Der Kirchenkreis übernimmt etwa ein Drittel der Kosten für die Arbeit der Beratungsstelle. Weitere Mittel stellen der Landschaftsverband Westfalen, der Märkische Kreis sowie die Stadt Lüdenscheid und die Stadt Plettenberg zur Verfügung. Die verbleibende Finanzierungslücke wird mit Hilfe der Karl-Reeber-Stiftung Liechtenstein und die Arbeit des Fördervereins geschlossen. Er hat sich verpflichtet, jährlich rund 25.000 Euro aufzubringen.

Etwa 560 Fälle haben Rendel Simon und ihr Team im vergangenen Jahr bearbeitet. „Das sind unter dem Strich rund 1000 Menschen, die in einem Jahr durch die Beratungsstelle gelaufen sind“, berichtete Rendel Simon. Das reiche von  gemobbten Kindern und Jugendlichen über Paare in Lebenskrisen bis zu Menschen, die unter sexuellem Missbrauch, Depressionen, Traumatisierungen oder anderen Störungen litten.

Über Karl Reeber: Karl Reeber war ein Lüdenscheider Unternehmer und Erfinder. Er zählte 1934 zu den Mitbegründern der Firma ERCO. Nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen entwickelte er zahlreiche Patente und Gebrauchsmuster. Das machte ihn zum vielfachen Millionär.

1981, sechs Jahre vor seinem Tod im Jahr 1987, gründete er die Karl-Reeber-Stiftung Lüdenscheid und die Karl-Reeber-Stiftung Liechtenstein. Die Stiftungen des kinderlosen Unternehmers sollten fortan „der Förderung von Forschungsvorhaben zur Heilung von psychosomatisch kranken Personen, insbesondere von endogen-depressiven Kranken sowie zur Unterstützung psychosomatisch kranker Personen und auch sonstiger psychisch/physisch kranker Menschen” dienen.

In Lüdenscheid erinnert auch das Karl-Reeber-Seniorenzentrum an das Wirken des Mannes, der selbst unter schweren Depressionen gelitten hatte und nach der Gesundung sein Vermögen in den Dienst der guten Sache stellte.

 

 

 

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