Unter improvisierten Kuhduschen herrscht derzeit ein regelrechtes Gedränge. Foto: Barbara Kruse/WLV

Märkischer/Kreis Südwestfalen. Trinken, trinken, trinken – das raten Mediziner während der aktuellen Hitzewelle. Bei Temperaturen von 30 Grad und mehr kommt der menschliche Körper nämlich schnell an seine Grenzen. Das gilt auch für die Tierwelt. Deshalb brauchen insbesondere  Kühe bei diesem heißen Wetter Abkühlung. Unter improvisierten Kuhduschen herrscht deshalb derzeit regelrechtes Gedränge.

Darauf weist der Landwirtschaftliche Kreisverband hin. Um Hitzestress im Stall zu vermeiden, ist neben der ausreichenden Wasserversorgung der Tiere auch das Stallklima wichtig. Denn eine Kuh hat ein Temperaturempfinden etwa 15 Grad wärmer als der Mensch – das heißt, Kühe fühlen sich durchaus bei Minusgraden wohl, suchen aber im Sommer gern schattige Plätze auf. Wichtig bei Stallbauten ist daher die gute Belüftung – aber: Zugluft vertragen auch Rinder nicht. Darauf sind die Landwirte eingestellt und sorgen mit Deckenventilatoren, Wasserdüsen oder ähnlichen Vorrichtungen für das Wohlbefinden der Tiere.



Auf dem Hof Vedder in Meinerzhagen-Güntenbecke sorgen Ventilatoren und Wasser aus einem Sprinklersystem für gleichmäßige Abkühlung. Foto: Hendrik Vedder

Das dürfte die Kühe am heutigen Donnerstag, dem bislang heißesten Tag des Jahres besonders gefreut haben. Kühe haben übrigens ein besonderes Problem. Sie können nicht schwitzen und so selbst für ein wenig Temperaturausgleich sorgen.

In Westfalen wurden bereits am frühen Donnerstagnachmittag Temperaturen von 34 Grad erreicht. Im Laufe des Nachmittags kletterten die Thermometer auf Tageshöchsttemperaturen von rund 36 Grad.

Zum Vergleich: Die höchste jemals in einem Juni in NRW gemessene Temperatur lag bei 37,9 Grad. Gemessen wurde sie am 27. Juni 1947 an Stationen in Köln und Königswinter.

Nach den bisherigen Prognosen soll die extreme Hitzewelle Anfang nächster Woche abebben.

Am Freitag werden sich im Westen die örtlichen Gewitter noch ein wenig ausbreiten, gleichzeitig wird der Osten zum Hitzeherd Deutschlands. 37 Grad werden vom DWD angekündigt. Auch im Rest der Republik bleiben die Werte über 30 Grad, es wird aber nicht ganz so heiß wie am Donnerstag.

Die Feuerwehren warnen unterdessen vor der erhöhten Waldbrandgefahr Um Waldbrände zu vermeiden, sollten folgende Hinweise beachtet werden:

  • Beachten Sie bitte das absolute Verbot von offenem Feuer im Wald und auf Wiesen, darunter fällt auch die Glut von Grillfeuern.
  • Beachten Sie bitte das Rauchverbot.
  • Beachten Sie bitte behördlich erlassenen Verbote zum Betreten von Wäldern.
  • Werfen Sie bitte keine brennenden Gegenstände aus den Fahrzeug.
  • Fragen Sie die zuständige Forstbehörde, z.B. nach öffentlichen Grill- und Feuerplätzen entsorgen Sie leere Glasflaschen nicht in der Natur
  • Katalysatoren werden während des Betriebs heiß. Daher dürfen PKW, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nicht auf trockene Wiesen und Waldwege abgestellt werden.

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