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Die Jusos besuchten auch den Jugendtreff Audrey's. Foto: Jusos Lüdenscheid

Lüdenscheid. Die Lüdenscheider Jusos wollen das Ehrenamt stärken. Deshalb besuchte eine Gruppe kürzlich die Jugendtreffs am Dickenberg und am Wehberg. Sowohl das Jugendzentrum in der Rathmecke, wie auch der Jugendtreff Audreys am Wehberg sind in der Trägerschaft des CVJM.

In einer Pressemitteilung der Juso heißt es dazu: So führten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, sowie der Leiter des Audreys Michael Heide-Gentz, durch beide Häuser, zeigten die Räumlichkeiten und beantworteten die Fragen der Jusos. Beide Häuser verfügen über zahlreiche verschiedene Räume, die die Kinder und Jugendlichen vor Ort nutzen können und der OGS zur Verfügung gestellt werden. In den Ferien findet außerdem die Kinderbetreuung „Joker“ dort statt.

Die beiden Jugendtreffs sind mit modernen Equipment und mit einem vielfältigen Angebot für verschiedene Altersgruppen ausgestattet. Das müsse heutzutage auch so sein, um die Jugendlichen anzuziehen. Denn ohne ein breites Angebot und Events würden viele eher zuhause bleiben, berichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Busse am Abend wichtig

Faktoren wie schlechte Busanbindungen und steigende Ängste der Eltern sorgen für weniger Jugendliche zu späteren Stunden. Denn natürlich spüre man in den abgelegeneren Stadtteilen, wie dem Dickenberg, auch den demografischen Wandel. Gerade vor diesem Hintergrund ist ein attraktives Busnetz von wesentlicher Bedeutung, damit auch abends verschiedene Stadtteile noch zu erreichen sind.

Das sind auch die Wünsche vieler jüngerer Jugendlicher. Weitere Anmerkungen der Jugendlichen nahmen die Jusos mit für ihr jugendpolitisches Programm.

In der Innenstadt fehlen Freiräume

In den Gesprächen wurde deutlich, dass es an Freiräumen in der Innenstadt fehlt. Es mangelt an belebten Treffpunkten, wo Jugendliche sich austauschen können. Zudem wünschten sich viele aufgrund der dortigen Angebote, insbesondere des Nachtlebens, Nachtverbindungen in das Ruhrgebiet.

Der Eindruck der Jusos Lüdenscheid, dass die Ehrenamtskarte zu unattraktiv ist, bestätigte sich, da die EhrenamtlerInnen diese nicht nutzen. Andere Städte haben ein viel breiteres Angebot. Auch beim Besuch des AWO Jugendtreffs am Buckesfeld vor zwei Wochen, bemängelten Engagierte vom AWO Jugendwerk und Aktive bei der Jugendfeuerwehr, dass die Ehrenamtskarte keinen wirklichen Anreiz schaffe.

Wir Jusos wollen das Ehrenamt stärken. Wir setzen uns für klare Verbesserungen und Vergünstigungen ein. Ehrenamtler sollten günstigeren Zugang zu Freizeitveranstaltungen bekommen und z.B. gratis Busfahrten. Sie stabilisieren unsere Gesellschaftsstruktur und bereichern soziale Interaktion in verschiedenen Bereichen, welches Wertschätzung verdient.

Mehr Unterstützung für die Treffs

Respekt sei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendtreffs dafür ausgesprochen, das sie diese mit vielen Aktionen füllen, um immer wieder neue Leute zu begeistern. Es mangelt nicht an Kreativität und Willen. Auch deshalb fordern wir, die Jugendtreffs wieder mehr zu unterstützen.

Sparmaßnahmen falscher Ansatz

Langfristige Planungen und Aktionen sind genauso wichtig, wie kurzfristige Investitionen in Trends. Nur so bleiben Jugendtreffs attraktiv als Rückzugsorte für Jugendliche.
Kürzungen und Sparmaßnahmen sind in diesem Sinne ein falscher Ansatz.

Die Jugendtrefftour und der Austausch über die Jugendpolitik in Lüdenscheid gehen in den nächsten Wochen weiter. Alle Interessierten sind eingeladen am Programm mitzuarbeiten. Die Jusos treffen sich nach wie vor jeden Montag um 19.30 Uhr im Willy-Brandt-Haus am Breitenfeld 1b.

 

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