Die Bahnstrecke von Meinerzhagen über Brügge nach Lüdenscheid wird ab Sonntag, 10. Dezember wieder planmäßig mit Personenzügen befahren. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Volmetal. Die Jusos Lüdenscheid sind glücklich darüber, dass ab 10. Dezember 2017 endlich die Regionalbahn von Lüdenscheid nach Köln fahren wird. Der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas und die Jusos Lüdenscheid haben sich immer für die Verbindung eingesetzt. In einer Pressemitteilung der Lüdenscheider Jusos heißt es dazu:

„Für viele Studierende, Pendler und Pendlerinnen ist die Strecke eine echte Entlastung. Profitieren kann Lüdenscheid auch von der direkten Anbindung an andere Städte entlang der Strecke. Vor allem für Gruppen, die das „Schöner Tag“ Ticket nutzen ist die Verbindung sehr attraktiv. Aber wer alleine reist, für den wird das Reisen zum Luxus.

Einfache Fahrt von Lüdenscheid nach Köln kostet 25,70 Euro

Eine einfache Fahrt von Lüdenscheid nach Köln kostet 25,70 Euro. Aus unserer Sicht ist das viel zu teuer, denn Bahnfahren muss auch attraktiv sein und eine günstige Alternative zum PKW darstellen. Ansonsten wird man sich letztendlich darüber wundern, warum die neue Strecke nicht gut angenommen wird.“

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Tour durch drei Verkehrsverbünde

Kritisiert wird auch das „Tarifchaos“. Die Jusos dazu: „Durch drei Verkehrsverbünde fährt man auf der Bahnlinie Lüdenscheid – Köln, dadurch ist der Preis auch dementsprechend hoch. Wer aber nach Köln über Hagen fährt (mit Umsteigen) zahlt weniger, da man nur zwei Verkehrsverbünde passiert. Das ist ein Zustand, der wirklich keinen Sinn zu ergeben scheint! Wäre es doch gerade sinnvoll die Züge Richtung Ruhrgebiet zu entlasten. Eine vernünftige Mobilitätspolitik würde also dafür sorgen, dass die Strecke Lüdenscheid – Köln günstiger ist als Lüdenscheid – Hagen – Köln. Viele werden wissen, wie voll diese Züge sind.

Die unterschiedlichen Verkehrsverbünde mit ihren eigenen Interessen sorgen für ein Tarifchaos, welches undurchsichtig und preislich nicht angemessen ist.“

Neue Mobilitätspolitik

Die Jusos fordern eine neue Mobilitätspolitik, ohne Verkehrsverbünde, aber mit nachvollziehbaren Tarifen und fairen Preisen in ganz NRW. Nur dann werde sich auch die Bahnlinie über eine zufriedenstellende Akzeptanz freuen können. Der Westfalentarif sei schon ein Schritt in die richtige Richtung. Nur helfe es vielen eben nicht günstiger nach Meschede oder Kamen zu kommen, ziehe es doch viele Menschen aufgrund von Job Studium oder Freizeitausflügen in die Ballungsräume wie eben das Ruhrgebiet oder Köln.

Langfristig streben die Jusos einen fahrscheinlosen Nahverkehr an, ohne Bürokratie und mit Mobilität für jede und jeden. Außerdem fordern sie die NRW-Landesregierung auf, Auszubildenden NRW-Ticket wie den Studierenden zur Verfügung zu stellen.

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